Nach 1:3-Schlappe gegen Saabrücken geht es jetzt darum, „dass wir uns vom letzten Platz absetzen“

Tischtennis-Bundesliga: Werder korrigiert Saisonziel

Constantin Cioti (Bild) holte gestern den Bremer Ehrenpunkt bei der 1:3-Heimniederlage gegen Saarbrücken. - Foto: Westermann

Bremen - 1:3 schien an diesem Wochenende das Standardergebnis für den SV Werder Bremen gewesen zu sein: Nach der Heimpleite der Fußballprofis gegen Freiburg scheiterten auch ihre Tischtennis-Bundesligakollegen trotz Heimvorteils am 1. FC Saarbrücken. Und zwar genau wie die Kicker ebenfalls mit 1:3.

Entsprechend enttäuscht wirkte SVW-Coach Cristian Tamas nach dem erneuten Rückschlag: „Damit müssen wir vorerst unsere Ziele nach unten korrigieren. In den nächsten Spielen geht es nur darum, uns vom letzten Platz abzusetzen. Momentan befinden wir uns im Abstiegskampf.“ Was allerdings gar nicht nötig gewesen wäre, da ein Sieg gegen Saarbrücken durchaus im Rahmen des Möglichen lag. Doch dafür hätte Bremens Nummer eins Bastian Steger nicht sein Auftaktmatch gegen Patrick Baum in den Sand setzen dürfen. Aber irgendwie ist beim Bremer Spitzenspieler momentan der Wurm drin. In drei engen Sätzen zog er gegen den Ex-Nationalspieler den Kürzeren, was die Aufgabe für die Hausherren nicht einfacher machte. Entschieden war jedoch noch nichts, da Constantin Cioti mit einer Galavorstellung Bojan Tokic ausknockte und so zum 1:1 ausglich. „Costa kann gut gegen Tokic spielen. Deshalb habe ich ihn an Position zwei gestellt. Das hat toll funktioniert“, freute sich Tamas über seinen gelungenen Schachzug.

Anschließend musste dann zwar Bremens Youngster Hunor Szöcs bitteres Lehrgeld gegen den frischgebackenen Doppel-Europameister Patrick Franziska zahlen, aber auch beim Stand von 1:2 hofften die über 400 Zuschauer unverdrossen auf ein „Werder-Wunder“. Zumal Steger im Spitzeneinzel gegen Tokic den ersten Satz für sich entschied und die Partie anfangs klar dominierte. Doch an diesem Tag sollte es wohl einfach nicht sein. Nach klar verlorenem zweiten Satz vergab Bremens Nummer eins im dritten Durchgang einen Satzball und fand danach nie mehr zu seiner Linie. Trotzdem zeigte Tamas Verständnis für die Formkrise von Steger: „Basti steckt noch Olympia in den Knochen. Er hatte ja so gut wie keine Pause. Das erklärt seine bisherige 1:6-Bilanz.“

Tabelle der Tischtennis-Bundesliga 

Einziges Problem: Ohne die Punkte von Steger stehen die Grün-Weißen vor schweren Wochen. Bereits am Freitag sollte der Nationalspieler schleunigst wieder in die Spur finden, wenn Werder im Pokal-Viertelfinale beim Zweitligisten aus Hilpoltstein gastiert. Wahrscheinlich die letzte Chance, um die Saison noch zu retten, wie auch Tamas weiß: „Darauf liegt unser Fokus. Wir wollen unbedingt zum Final Four nach Ulm im Januar.“. - drö

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