TT-Bundesliga: Werder 3:1 in Frickenhausen – und dran an den Playoff-Plätzen

Tamas’ Taktik-Kniff Gold wert

+
Nicht die Erkältung und auch nicht seine Gegner konnten Bastian Steger gestern etwas anhaben.

Bremen - Na bitte, es geht doch: Nach zuvor zwei Niederlagen am Stück fuhr Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen gestern endlich die ersten Zähler des Kalenderjahres 2015 ein. Mit 3:1 triumphierten die Hanseaten beim Tabellenletzten TTC Frickenhausen und rückten wieder bis auf zwei Punkte an die begehrten Playoff-Plätze heran.

Entsprechend groß war im Anschluss die Erleichterung bei Werder-Coach Cristian Tamas: „Das war ein ganz wichtiger Sieg. Kompliment ans Team. Die Mannschaft hat auch nach den jüngsten Rückschlägen die Ruhe bewahrt.“ Und Tamas offenbar die richtige Taktik gewählt. Um für den zuletzt nervenschwachen Adrian Crisan Druck vom Kessel zu nehmen, beorderte er Constantin Cioti auf die Schlüsselposition zwei und stellte Crisan an Position drei auf. Ein gelungener Schachzug des Bremer Trainers, da „Costa“ das Vertrauen umgehend zurückzahlte. In vier Sätzen „breakte“ Cioti Frickenhausens Spitzenspieler Masataka Morizono, so dass die Gäste von Beginn an in Front lagen. „Das hat ja gut geklappt“, schmunzelte Tamas.

Und Werder legte nach: Mit einer Galavorstellung fertigte Bastian Steger einen restlos überforderten Mikhail Paykov zur 2:0-Führung ab. Bereits mehr als die halbe Miete für die Grün-Weißen, aber noch nicht die Entscheidung. Einmal mehr scheiterte kurz darauf nämlich Crisan an seinen eigenen Nerven. Anstatt zum Matchwinner zu werden, unterlag der 29. der Weltrangliste hauchdünn mit 10:12 im fünften Satz gegen Liang Qiu – seines Zeichens Nummer 358 der Welt. Zwar versuchte Tamas die Niederlage etwas zu relativieren („Qiu spielt kaum Turniere, deshalb steht er in der Weltrangliste nicht höher“), doch auch ihn stellte der Leistungsabfall von Crisan vor ein Rätsel: „Bei Adrian ist es reine Kopfsache. Ihm fehlt leider momentan jegliches Selbstbewusstsein.“

Zum Glück der Hanseaten spielte Crisans erneutes Nervenflattern in Frickenhausen aber keine Rolle. Trotz einer schweren Erkältung stellte Steger im Spitzeneinzel gegen Morizono sein Kämpferherz eindrucksvoll unter Beweis, wehrte in den ersten beiden Durchgängen vier Satzbälle ab, ließ sich auch vom verlorenen dritten Satz nicht irritieren und zwang den Japaner schließlich mit 3:1 in die Knie – der Sieg für den SVW. „Bastian hat sich toll durchgebissen. Eine ganz starke Leistung von ihm. Wenn wir jetzt noch nächste Woche Grenzau schlagen, sind wir wieder voll im Rennen um die Playoff-Ränge“, strahlte Tamas.

drö

Proklamation beim Schützenfest in Aschen

Proklamation beim Schützenfest in Aschen

40 Jahre Städtepartnerschaft Bonnétable und Twistringen gefeiert

40 Jahre Städtepartnerschaft Bonnétable und Twistringen gefeiert

BVB feiert Ende des Finalfluchs

BVB feiert Ende des Finalfluchs

Bilder: So ausgelassen war die BVB-Pokalfeier 2017

Bilder: So ausgelassen war die BVB-Pokalfeier 2017

Kommentare