Souveräne Sieger beim 51. Bremer Sechstagerennen / Lampater nur Dritter

Sixdays: Kalz und Rasmussen mit dem finalen Paukenschlag

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Die Sieger von Bremen: Marcel Kalz (Mitte) und Alex Rasmussen (rechts) hatten gestern beim 51. Sechstagerennen in der Hansestadt die Nase vorn.

Bremen - Von Gerd Töbelmann. Um kurz nach elf Uhr war das Trauma vom Vorjahr überwunden. Der Berliner Marcel Kalz (27) feierte mit seinem dänischen Partner Alex Rasmussen (30) beim 51. Bremer Sechstagerennen seinen zweiten Sieg nach 2013. Umjubelt von über 5000 Zuschauern in der ÖVB-Arena, fuhr das Duo in der letzten Stundenjagd sogar einen Rundengewinn heraus und triumphierte ganz souverän mit 357 Punkten. Die französisch-dänische Kombination Morgan Kneisky Jesper Mörkov (297) sowie die Titelverteidiger Leif Lampater/Wim Stroetinga (Waiblingen/Niederlande/286) folgten mit einer Runde Rückstand.

Kalz war besonders motiviert in den Abschlusstag gegangen, er wollte es unbedingt besser machen als 2014. Da hatte er den letzten Spurt gegen Stroetinga verloren und damit den Sieg in einem Herzschlagfinale um Reifenstärke verpasst. „Diese Szenen sind bei mir immer wieder hochgekommen“, gestand Kalz, der aber große Unterschiede zwischen 2014 und 2015 sah. „In diesem Jahr haben wir einen derart großen Punktevorsprung, dass uns die anderen Teams nur mit einem zusätzlichen Rundengewinn schlagen können“, hatte der Berliner vor den letzten 60 Minuten gesagt. Und er sollte Recht behalten – die Konkurrenten schafften es nicht, das Führungsduo zu gefährden.

Ein dickes Lob verteilte Kalz an seinen Partner Rasmussen, mit dem er zum ersten Mal fuhr. „Mit Alex passt das perfekt. Auch ich fühle mich top und habe eine geile Form, weil das Training von Dezember bis Anfang Januar in Australien perfekt war. Davon habe ich jetzt in Bremen profitiert.“

Bis zuletzt hatte Kalz das Siegerduo des Vorjahres auf der Rechnung gehabt – vor allem Lampater (32): „Leif ist ein absoluter Fuchs und der Chef auf der Bahn. Ihn darf man nie abschreiben.“ Der Gelobte nahm die Niederlage sportlich. Er hatte bei sich und seinem Partner Stroetinga während der sechs Tage eine deutliche Steigerung erkannt: „Wims Beine wurden nach der Infektion immer besser. Mit seiner ansteigenden Form lief es auch bei mir besser. Ich denke, dass ich bei 95 Prozent gegenüber dem Vorjahr war“, sagte Lampater – letztlich zu wenig.

Auch Kneisky/Mörkov konnten die Sieger nicht in Bedrängnis bringen. Trotzdem: Die Underdogs lieferten einen starken Auftritt ab. Der sportliche Leiter Erik Weispfennig geriet ins Schwärmen: „Die beiden fahren unglaublich aggressiv und waren sicherlich die positivste Überraschung des gesamten Rennens.“

Weniger positiv fiel das Fazit von Christian Grasmann aus, der mit seinem Partner Marc Hester bereits Montagnacht alle Chancen eingebüßt hatte. Dabei erhob Münchner schwere Vorwürfe in Richtung seines Partners: „Marc hat immer getönt, wie stark er drauf ist – und dann platzt bei ihm der Motor, weil er wohl nicht gut trainiert hat.“ Zur Ehrenrettung des Dänen sei erwähnt, dass ihn Bahnärztin Dr. Kaulen wegen eines Asthma-Anfalls von der Bahn geholt hatte.

Bremer Sixdays am Montag - Teil 3

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