Sonderlob für Kneisky und Mörkov

„Ich bleibe bei Kalz/Rasmussen“

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Alex Rasmussen.

Bremen - Die Nacht der langen Messer am Montag ist vorbei – heute geht es bei den 51. Bremer Sixdays um die Wurst. Gegen 23.30 Uhr, nach der finalen Stundenjagd, wird feststehen, ob Leif Lampater und Wim Stroetinga ihren Titel verteidigen konnten. Für Erik Weispfennig, nun schon zum vierten Mal der sportliche Leiter in der Hansestadt, steht jedoch fest, dass diese Kombination heute Nacht nicht auf dem obersten Treppchen stehen wird.

„Ich bleibe dabei: Für mich sind Marcel Kalz und Alex Rasmussen die Topfavoriten auf den Sieg. Alex erinnert mich in seiner Art an den jungen Robert Bartko. Und Marcel hat nicht nur Bärenkräfte, sondern ist mittlerweile auch taktisch besser geworden. So ein Ding wie im vergangenen Jahr wird ihm wohl nicht wieder passieren.“

2014 verlor Kalz den letzten Sprint der gesamten Veranstaltung gegen Stroetinga – und damit bei Punktgleichheit auch das Rennen. „Das hat er natürlich immer noch im Kopf und wird ihn für die finale Jagd unglaublich motivieren“, vermutet Weispfennig.

Aber Kalz/Rasmussen haben ernsthafte Konkurrenz. Zum Beispiel durch Morgan Kneisky (Frankreich) und Jesper Mörkov (Dänemark), die sich am Sonntag sogar mit Rundenvorsprung die Führung schnappten. Da sprach ihnen Weispfennig ein Sonderlob aus: „Sie fahren beide sehr aggressiv, sind schnell, aber auch ausdauernd. Erstaunlich, dass die beiden so gut klarkommen, fahren sie doch das erste Mal zusammen.“

Besser kennen sich da natürlich die schon erwähnten Titelverteidiger Leif Lampater und Wim Stroetinga. Beide liegen punktemäßig im Hintertreffen und können das Rennen heute wohl nur über einen Rundengewinn für sich entscheiden. „Zudem ist fraglich, ob bei Stroetinga im entscheidenden Moment die Kräfte reichen, denn er fühlt sich nach seinem Magen- und Darminfekt doch noch etwas schlapp“, erklärt Weispfennig.

Als viertes und letztes Team kommen auch noch Andreas Grasmann und Marc Hester für den Sieg in Frage. Dass das so ist, kann man als Sensation bewerten, denn Grasmann stürzte am Eröffnungsabend, zog sich dabei schwere Prellungen zu und hatte teilweise Blut in der Lunge. „Grasi ist ein Fuchs. Dem traue ich viel zu – mindestens jedoch einen Patz auf dem Podium. Dass er überhaupt noch hier fährt, ist wahrlich aller Ehren wert.“

töb

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