Schlappe im Schlussspurt nervt den 27-Jährigen immer noch / Morgen Startschuss

Sixdays Bremen: „Marcel Kalz wird brennen“

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Bremens sportlicher Leiter Erik Weispfennig (li.) und Hallenchef Peter Rengel freuen sich auf den morgigen Start.

Bremen - Von Gerd Töbelmann. Knapp ein Jahr nach dem grandiosen 50. Bremer Sechstagerennen hält morgen ab 21.30 Uhr wieder der Sixdays-Alltag Einzug in die Bremer ÖVB-Arena. „Das Jubiläum war natürlich grandios, aber auch die 51. Auflage wird sich sehen lassen können“, sagte gestern etwa Hallenchef Peter Rengel.

Dass Bremen auch weiterhin ein erstklassiger Standort bleiben wird, scheint gesichert, denn die Veranstaltung wurde vom internationen Verband UCI in die Kategorie I gehoben.

Unter den gegebenen Umständen kann sich das aktuelle Bremer Starterfeld bei den Profis sehen lassen. Dass die absoluten Topstars fehlen, liegt nicht an den Bremer Machern. „Klar hätten wir gern auch die deutschen Straßenstars Marcel Kittel oder John Degenkolb in der Halle, aber das ist eben nicht machbar“, erklärte Bremens sportlicher Leiter Erik Weispfennig. Dafür gibt es drei Gründe. Erstens: Diese Leute würden den Bremer Etat sprengen. Zweitens: Die jeweiligen Rennställe würden ihre Sprintstars zum jetzigen Zeitpunkt nie und nimmer freigeben. Bahnsprecher Edgar Mielke nennt den dritten Punkt: „Ich denke, dass die beiden auf der engen Bremer Bahn nicht klarkommen würden. Und sie haben bestimmt keine Lust, sich von den Bahn-Experten vorführen zu lassen.“

Deshalb sind die Experten einmal mehr unter sich. Allen voran die Titelverteidiger Leif Lampater und Wim Stroetinga, die 2014 erst im Herschlagfinale gewannen. Im Schlussspurt besiegt wurde vor knapp einem Jahr Marcel Kalz, der nun an der Seite von Alex Rasmussen antreten wird. Der Däne scheint gut in Form, fährt er doch heute bei den Sixdays in Rotterdam um den Sieg mit. „Marcel wird brennen, um nicht wieder so knapp zu verlieren“, ist sich Weispfennig sicher.

Weltmeisterlich geht es im Team eins zu, denn die beiden Spanier David Muntaner (31) und Albert Torres (24) holten sich in Cali (Kolumbien) den Titel im Madison. Ob das aber reicht, um in Bremen zu gewinnen? Weispfennig drückt das diplomatisch so aus: „Eine Chance fürs Podest ist durchaus da.“

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