Gepäck aus Australien mittlerweile eingetroffen / Papa Lampater Fünfter in Rotterdam

Kalz und das bange Warten auf die Rennräder

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Bremens sportlicher Leiter Erik Weispfennig (hinten) ist glücklich, die beiden spanischen Weltmeister David Muntaner (links) und Albert Torres gesund und munter in Bremen begrüßen zu können.

Bremen - Von Gerd Töbelmann. Als Erik Weispfennig, nun im dritten Jahr der sportliche Leiter der Bremer Sixdays, den letzten Haken hinter das Fahrerfeld der Profis machte, atmete er tief durch: „Alles gut. Alle sind da und keiner scheint verletzt oder krank zu sein.“

Freut sich auf Bremen: Titelverteidiger Leif Lampater.

Lediglich zwei englische Sprinter ließen etwas auf sich warten, trudelten gestern dann aber doch rechtzeitig zum Startschuss der 51. Auflage des Bremer Rennens ein. Dass tatsächlich alle ohne größere Probleme in der Hansestadt eintrafen, war lange Zeit nicht so sicher. Besonders die „australische Abteilung“ musste einige Hürden überwinden. Marcel Kalz, im vergangenen Jahr Schlussspurt-Verlierer um den Gesamtsieg, meinte: „Ich war den ganzen Dezember über in Australien und Tasmanien, habe dort Rennen gefahren und bin erst am Dienstag wieder in Deutschland gelandet. Und dann musste ich feststellen, dass mein Gepäck fehlte. Zum Glück ist jetzt alles da, so dass es in Bremen losgehen kann. Und da möchte ich es mit meinem Partner Alex Rasmussen natürlich besser machen als im letzten Jahr.“

Down Under bildete der 27-Jährige zusammen mit Christian Grasmann ein Paar. Ein erfolgreiches zudem, denn die beiden wurden bei den offenen australischen Meisterschaften Fünfter und gewannen danach auf Tasmanien einige Kriterien. Grasmann jedenfalls war begeistert von dem Trip: „Wir hatten zwölf Renntage, haben zudem bei tollem Wetter gut trainert und dabei auch noch gut Geld verdient. Aber richtig geil war, dass die Veranstalter mir einen Business-Flug gezahlt haben.“

Normalerweise hätte auch Vorjahressieger Leif Lampater die Reise auf den fünften Kontinent mitmachen sollen, doch diesmal sagte der 32-Jährige ab. Aus gutem Grund. „Ich bin erst im Oktober das erste Mal Papa geworden. Da wollte ich die Familie nicht so lange allein lassen“, erklärte der Waiblinger gestern entspannt.

Und wie sieht’s mit der Form aus? „Ich habe eben in der Heimat viel trainiert. Das Wetter war zum Glück ja auch toll und nicht zu kalt“, sagte Lampater, der zusammen mit seinem holländischen Partner Wim Stroetinga den Titel verteidigen will.

Als Einrollen unter Wettkampfbedingungen dienten die Sixdays in Rotterdam, bei denen er mit Nico Heßlich den fünften Platz belegte. „Das Ergebnis war okay. Nico war in den Sprints sehr schnell, hatte aber bei den Ausdauerwettbewerben kleine Probleme“, bilanzierte Lampater.

Ebenfalls in Rotterdam waren die aktuellen Madison-Weltmeister David Muntaner und Albert Torres am Start. In Bremen traut ihnen Weispfennig einen Platz auf dem Podium zu. Muntaner, der in Rotterdam mit seinem Partner Dritter wurde, sagte gestern: „Wir fahren nicht so oft bei Sixdays. Deshalb war Rotterdam für uns das perfekte Training für Bremen.“

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