Mit 18 ist der gebürtige Fischerhuder schon Zeitfahr-Weltmeister bei den Junioren / Besondere Ehre für Rossi

Kämna auf den Spuren von Tony Martin

+
Hallenchef Peter Rengel (li.) und Bremens sportlicher Leiter Erik Weispfennig (re.) übergaben Lennard Kämna den Preis für die Wahl zum Junioren-Radsportler des Jahres.

Bremen - Auf den ersten Blick haben Semino Rossi und Lennard Kämna nicht viel gemein – außer der Tatsache, dass sie gestern das 51. Bremer Sechstagerennen angeschossen haben. Rossi ist 52, in Argentinien geboren und singt nun deutsche Schlager, die schon mit Platin ausgezeichnet wurden. Kämna ist erst 18, in Deutschland geboren und fährt ziemlich erfolgreich Rad.

Bei genauerem Hinsehen gibt’s aber doch eine Parallele: Beide dürfen sich Weltmeister nennen. Bei Rossi, der jetzt in Österreich lebt, ist das schon etwas her. 2001 wurde er in Japan zum „Weltmeister in lateinamerikanischer Musik“ gewählt.

Höchste Ehren durfte auch der in Fischerhude geborene Kämna einheimsen, denn im vergangenen Jahr holte sich der Youngster im spanischen Ponferrada den Titel im Einzelzeitfahren bei den Junioren. 2014 wurde er in seiner Sahne-Disziplin auch noch Deutscher Meister und Europameister. Wächst da etwa der neue Tony Martin, derzeit der beste Zeitfahrer der Welt, heran? Kämna ist noch vorsichtig: „Klar möchte ich gern Straßenprofi werden“, meinte der 18-Jährige gestern. Doch er will zweigleisig fahren, sein Abitur und dann eine Ausbildung machen. „Ein Unfall ist schnell passiert und die Sportkarriere ist schneller zu Ende als sie begonnen hat“, meint der Fischerhuder, der zuletzt für den RSC Cottbus fuhr, nun jedoch für das Team Stölting in Gelsenkirchen an den Start geht. Im Rahmen der gestrigen Pressekonferenz wurde dem Youngster der Preis für den ersten Platz bei der Wahl zum Junioren-Radsportler des Jahres 2014 verliehen.

Etwas überreicht bekam auch Semino Rossi. Aus den Händen der Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg wurde der Schlagerstar zum Botschafter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ernannt. Und der 52-Jährige war sichtlich gerührt: „Es ist eine große Ehre für mich, dass ich das jetzt machen darf.“

Soziales Engagement, das die DRK-Vizechefin ausdrücklich lobte, ist für Rossi nichts Ungewöhnliches: „Schon seit Jahren setze ich mich für wohltätige Projekte, auch in Argentinien, ein. Von dem Glück, das mir zu Teil wurde, möchte ich etwas zurückgeben.“

töb

Mehr zum Thema:

Besonderes Flair: Sightseeing in den schönsten Straßen der Welt

Besonderes Flair: Sightseeing in den schönsten Straßen der Welt

Terror gegen Teenager: Viele Tote bei Konzert in Manchester

Terror gegen Teenager: Viele Tote bei Konzert in Manchester

Sanierung der A1 nach Gefahrgut-Unfall

Sanierung der A1 nach Gefahrgut-Unfall

Trump: Lösung im Nahost-Konflikt kann Region befrieden

Trump: Lösung im Nahost-Konflikt kann Region befrieden

Kommentare