3:1 im ETTU-Cup / Gestern in der Bundesliga 3:0-Pflichtsieg / Steger fährt nach Rio

Werder kurz vorm Finale

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Hunor Szöcs kam gestern in der Bundesliga gegen Grünwettersbach zum Einsatz und gewann sein Einzel in vier Sätzen.

Bremen - Perfektes Wochenende für Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen: Mit 3:1 triumphierten die Hanseaten im Halbfinal-Hinspiel des ETTU-Cups beim französischen Vertreter Vaillante Sports Angers TT und stehen so dicht vor dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte.Darüber hinaus wahrten die Grün-Weißen durch ein souveränes 3:0 gegen Absteiger ASV Grünwettersbach auch noch ihre letzte Minimalchance auf das Erreichen der Playoffs. Wie gesagt – ein perfektes Werder-Wochenende.

Vaillante Sports Angers TT - SV Werder Bremen 1:3: „Das war ein ganz wichtiger Schritt auf dem Weg in unser erstes europäisches Finale. Jetzt haben wir es selber in der Hand“, freute sich Bremens Coach Cristian Tamas nach dem Coup in der Höhle des Löwen wie ein Schneekönig. Dabei hatte es für die Gäste im Hexenkessel von Angers denkbar schlecht begonnen: Obwohl sich Werder-Routinier Constantin Cioti nach besten Kräften wehrte, musste er im Auftakteinzel in vier Sätzen gegen den schwedischen Nationalspieler Jon Persson passen. Somit stand Bremens Nummer eins Bastian Steger beim Stand von 0:1 gegen den langjährigen Werderaner Jens Lundqvist schon etwas unter Zugzwang, blieb aber gewohnt cool und glich dank einer konzentierten Leistung durch einen Dreisatzerfolg zum 1:1 aus.

Ein ordentlicher Beginn, den Kirill Skachkov nachdrücklich veredelte. Lange Zeit machte ihm der französische Altmeister Christophe Legout trotz seiner 42 Lenze das Leben zwar äußerst schwer, doch am Ende erkämpfte Werders Russe durch ein 11:4 im Entscheidungssatz die wichtige 2:1-Führung. Steger konnte nun alles klar machen – und ließ sich diese Chance auch nicht entgehen. Genau wie bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft vor zwei Wochen zeigte der SVW-Spitzenspieler Persson die Grenzen auf und wickelte in vier Sätzen den 3:1-Triumph in trockene Tücher. Besonders wichtig: Auch die 10:6-Satzbilanz konnte sich sehen lassen, so dass Werder bei einer 1:3-Heimniederlage schon sieben gewonnene Sätze zum Einzug ins Finale reichen würden. Trotzdem wollte Tamas partout noch keine Glückwünsche entgegen nehmen: „Das Rückspiel wird noch ein hartes Stück Arbeit. Ich gehe davon aus, dass dann anstatt Legout in Jian Chen ein starker Chinese auflaufen wird. Wir sind also noch lange nicht durch.“ Fast allerdings schon.

SV Werder Bremen - ASV Grünwettersbach 3:0: Gegen die als Absteiger feststehenden Gäste konnten sich die Hausherren sogar den Luxus leisten, ihre überragende Nummer eins Steger zu schonen. Auch ohne den gerade für die Olympischen Spiele in Rio nominierten Spitzenspieler brannte zu keiner Zeit etwas an. Insbesondere Hunor Szöcs vertrat Steger ausgezeichnet und schickte in Samuel Walker immerhin einen englischen Nationalspieler auf die Bretter. Und da sich Skachkov und Cioti ebenfalls keine Blöße gaben, feierte Werder im Eilzug-Tempo einen glasklaren 3:0-Erfolg.

Der laut Tamas aber wahrscheinlich im Kampf um die Playoffs trotzdem nichts mehr bringen dürfte: „Düsseldorf müsste gegen Grünwettersbach vergeigen Bergneustadt gegen den Achten Mühlhausen und wir müssten beim Tabellendritten aus Saarbrücken gewinnen. Dieser Idealfall wird wohl leider nicht eintreten.“

drö

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