Werders Spitzenkraft muss im Final-Hinspiel um den ETTU-Cup punkten

Bastian Steger bei Bremens größter Aufgabe im Fokus

+
Bastian Steger muss wohl schon beide Einzel gewinnen, wenn Werder die Chance auf den Europacup-Finalsieg wahren will.

Bremen - Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen steht vor der bislang größten Bewährungsprobe seiner Vereinsgeschichte: Am Sonntag um 15 Uhr begrüßt der deutsche Meister von 2013 im Final-Hinspiel des ETTU-Cups den österreichischen Vertreter Weinviertel Niederösterreich und benötigt laut Trainer Cristian Tamas unbedingt einen Sieg, um nicht Ende Mai chancenlos zum Rückspiel in die Alpenrepublik zu reisen: „Wir müssen im Hinspiel vorlegen. Bei einer Niederlage wäre der Titel wohl verloren.“

Allerdings kommt ein Erfolg gegen den Champions-League-Gewinner von 2008 einer Herkulesaufgabe gleich. Im chinesischen Abwehrstrategen Hou Yingchao verfügen die Österreicher über eine formidable Nummer eins, und auch an den übrigen beiden Positionen sind die „Ösis“ glänzend besetzt. Stefan Fegerl (wechselt zur kommenden Saison zu Borussia Düsseldorf) wird in der Weltrangliste an Position 24 geführt, und der Neu-Mühlhauser Daniel Habesohn ist als Nummer 82 auch seit Jahren ein Stammgast unter den Top 100. Kein Wunder, dass für Tamas die Gäste als leichter Favorit ins Rennen gehen: „Das ist eine Super-Truppe. Wir sind schon eher der Außenseiter.“

Trotzdem möchte der SVW-Coach dem Weinviertel-Trio natürlich nicht kampflos das Feld überlassen: „Mit unseren Fans im Rücken ist eine Überraschung möglich. Schließlich brennen wir alle auf unser erstes europäisches Endspiel. Wir werden uns zerreißen. Aber um den ETTU-Cup zu gewinnen, muss bei uns schon alles passen.“

Weinviertels Hou ragt beim Gegner heraus

Was im Klartext bedeutet: Bremens Spitzenspieler Bastian Steger muss in beiden Partien über sich hinauswachsen. Realistisch betrachtet ist er der einzige Werder-Akteur, der Hou gefährden kann. Wenn die Grün-Weißen gewinnen wollen, muss der deutsche Nationalspieler wohl schon beide Einzel gewinnen und zudem entweder Constantion Cioti oder Kirill Skachkov punkten. Kein leichtes Unterfangen, aber laut Tamas auch kein völlig abwegiges Szenario: „Wir haben zwar die letzten beiden Vergleiche gegen Weinviertel verloren, aber eine Chance hat man immer. Sollte Basti zwei Zähler einfahren, dann ist alles möglich.“

Vorteil Bremen: Steger hat kürzlich gerade das Ticket für die Olympischen Spiele in Rio gelöst und dürfte vor Selbstvertrauen nur so strotzen. Keine Frage: Mit einem Steger in Bestform ist den Hanseaten einiges zuzutrauen. Selbst der Gewinn des ETTU-Cups.

drö

Mehr zum Thema:

Bayern nach Leipzig-Patzer wieder vorn

Bayern nach Leipzig-Patzer wieder vorn

Weihnachtsmarkt in Sankt Hülfe/Heede

Weihnachtsmarkt in Sankt Hülfe/Heede

Fünf Tote bei Zug-Inferno in Bulgarien

Fünf Tote bei Zug-Inferno in Bulgarien

Dramatischer Appell aus Paris: Gnade für Aleppo

Dramatischer Appell aus Paris: Gnade für Aleppo

Kommentare