Musik, Mode, Medaillenträume

So tickt die Biathlon-Schönheit privat

+
Gabriela Soukalova.

Sotschi - Gabriela Soukalova hat in dieser Saison alle überrascht. Die Tschechin mit besonderem Talent fürs Singen und Modeln führte bis kurz vor Olympia den Gesamtweltcup an, bis ihr ein Missgeschick das Gelbe Trikot kostete.

Sie sang live vor mehr als 25.000 Zuschauern, ist als Model auf riesigen Plakatwände und im Fernsehen zu sehen - und will jetzt auch sportlich für große Schlagzeilen sorgen. Die tschechische Biathlon-Beauty Gabriela Soukalova greift bei den Olympischen Spielen in Sotschi nach den Medaillen, bleibt trotz ihrer herausragenden Form vor dem Auftakt im Sprint am Sonntag (15. 30/18.30 Uhr MEZ/OZ) aber bescheiden.

„Eine Medaille wäre schon schön“, sagte die Blondine dem SID. Bis kurz vor den Winterspielen lag sie im Weltcup souverän an der Spitze, doch dann kostete sie ein Patzer bei der Generalprobe in Antholz das Gelbe Trikot. Weil die 24-Jährige ihr Gewehr zu früh abnahm, wurde sie im Sprint disqualifiziert. An ihrer Favoritenrolle für die olympischen Einzelrennen ändert das aber nichts.

„Ich denke nicht mehr so viel über die Rennen nach, dann läuft es bei mir meistens nicht so“, sagt Soukalova, die in diesem Winter dreimal siegte: „Ich will Spaß haben und einfach die Atmosphäre genießen. Dann wird es auch laufen.“

Soukalova ist in ihrer Heimat mittlerweile ein Star. „Nach der letzten Saison startete in Tschechien eine Biathlon-Mania. Ich war plötzlich in der Fernsehwerbung zu sehen und in Prag gab es riesige Werbeanzeigen mit meinem Gesicht“, erzählt sie. Der Grund für den Hype war die Heim-WM im vergangenen Jahr in Nove Mesto.

Täglich kamen mindestens 20.000 Fans - und obwohl Bronze mit der Mixedstaffel der einzige Erfolg der tschechischen Skijäger blieb, ist Biathlon seitdem plötzlich „in“. Und die sympathische Soukalova hat daran entscheidenden Anteil. Sie sang unter anderem live bei der Abschlussfeier, veröffentliche zuvor auch schon Gesangsvideos auf der Internetplattform Youtube.

„Nach der letzten Saison hatte ich die Chance, eine CD aufzunehmen“, erzählt sie: „Aber ich hatte einfach nicht die Zeit dafür. Vielleicht klappt es nach meiner Karriere oder nach Olympia, das wäre eine tolle Erfahrung.“

Sieben Weltcups hat sie in den letzten Monaten gewonnen und sich damit neben der Norwegerin Tora Berger und der Weißrussin Darja Domratschewa zu den heißesten Goldfavoriten aufgeschwungen. „Es ist sehr hart, in dieser Saison ganz vorn zu sein“, sagt sie.

Dafür hat sie ein extra hartes Trainingsprogramm auf sich genommen. Soukalova verabschiedete sich aus dem tschechischen Frauenteam und schloss sich im Sommer den Männern an. „Selbst wenn es für die Jungs eher leichtes Training ist, ist es für mich richtig hart“, meint Soukalova: „Für meine Zukunft ist das aber genau richtig. Das hilft, wenn man die Beste sein will.“

Die steigende Popularität macht es der ehemaligen Junioren-Weltmeisterin aber nicht gerade einfach. „Ich hatte viel Angst vor dieser Saison“, sagt sie: „Ich war bisher ja völlig unbekannt, jetzt ist alles ganz anders.“ Gerade in Sotschi sind alle Augen auf sie gerichtet.

Ihre Lockerheit will sich Soukalova aber bewahren und hat schon ihren nächstes Gesangsauftritt geplant. „Wenn das tschechische Team in Sotschi erfolgreich ist, kann ich wieder singen“, sagt sie. Das Liebeslied Katjuscha könne sie als einziges russisches Lied noch aus Schulzeiten: „Und wenn es passt, warum sollte ich es nicht singen?“

sid

Die heißesten Athletinnen bei Olympia 2014

Die schönsten Athletinnen bei Olympia 2014

21. Westerholzer Flohmarkt

21. Westerholzer Flohmarkt

Vatertag auf dem Weyher Marktplatz

Vatertag auf dem Weyher Marktplatz

Spiele-Test: "Rime" verzaubert mit Minimalismus

Spiele-Test: "Rime" verzaubert mit Minimalismus

Neue PC-Spiele: Knüppelharte Action und knifflige Diplomatie

Neue PC-Spiele: Knüppelharte Action und knifflige Diplomatie

Meistgelesene Artikel

Braunschweiger schimpfen über Elfer-Geschenk und Psychotricks

Braunschweiger schimpfen über Elfer-Geschenk und Psychotricks

Rost sieht Siegesritt von Ross

Rost sieht Siegesritt von Ross

Managerin erklärt: Darum gibt es kaum Infos zu Schumis Zustand

Managerin erklärt: Darum gibt es kaum Infos zu Schumis Zustand

Bitter für Braunschweig: Schiedsrichter bereut den Elfer-Pfiff

Bitter für Braunschweig: Schiedsrichter bereut den Elfer-Pfiff

Kommentare