Müller hört sich jetzt wieder ganz brav an

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Gegenseitiger Glückwunsch: Thomas Müller und Philipp Lahm (r.) haben ihre Verträge beim FC Bayern verlängert.

Santo Andre - Philipp Lahm ist 30. Und er jammert schon ein bisschen, wie ein 30-jähriger Fußballer das so tut: „Beschwerdefrei ist man praktisch nie.“ Zur bevorstehenden WM sagt der Münchner: „Es ist mir bewusst, dass es meine letzte sein kann. Darum werde ich noch fokussierter rangehen, noch mehr in die Waagschale werfen.“

Ob er nach drei Weltmeisterschaften mit dann 34 Jahren auch noch das Projekt Russland 2018 in Angriff nehmen wird, vermag Philipp Lahm heute nicht zu sagen. Doch festgelegt hat er sich, dass es bis dahin zumindest den aktiven Spieler Lahm geben wird. Er hat sein Arbeitspapier beim FC Bayern vorzeitig verlängert und verkündet: „Das ist mein letzter Vertrag.“ Das bedeutet: 2018 hört Lahm auf, mit der WM oder ohne sie. Als Clubspieler wird er dann seine gesamte Laufbahn, ausgeklammert die Kinderzeit bei der FT Gern und die zweijährige Ausleihe an den VfB Stuttgart, beim FC Bayern verbracht haben. „Ich bin hier sozusagen aufgewachsen, seit ich elf war.“

Parallel zu ihm band sich nun auch Thomas Müller weiter an die Bayern, er, da sechs Jahre jünger, auch länger, nämlich bis 2019 – und in seinem Fall ist das eine kleine Überraschung. Denn noch vor knapp zwei Wochen im Trainingslager in Südtirol hatte Müller seine Situation beklagt und über ein „Stern“-Interview ein wenig Druck aufgebaut. Das hielt Bundestrainer Joachim Löw für überdramatisiert von Seiten Müllers. „Ein Bekenntnis fordern? Ich weiß nicht“, sagte Löw. „Thomas spielt doch, und der FC Bayern und er wissen genau, was sie aneinander haben.“

In der Heimat hat Thomas Müller sich auch gut eingerichtet. Er hat alles in der Nähe, unterstützt die reitsportlichen Ambitionen seiner Ehefrau – und bringt seinen eigenen Zweitsport perfekt im Tagesablauf unter. Das verriet kürzlich der deutsche Golfstar Martin Kaymer: „Thomas golft wirklich sehr gut. Wenn er in München ist, trainiert er sogar schon immer vor dem Fußballtraining.“

Müller hat seine Zukunftsplanung vor WM-Anpfiff zum Abschluss gebracht – und klingt jetzt wieder ganz brav: „Es gab sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen, die mir verdeutlicht haben, dass ich hier am richtigen Ort bin. Ich habe das Gefühl, ein wichtiger Bestandteil der Planungen zu sein. Der FC Bayern ist seit 2000 mein Verein und wird es auch in den nächsten Jahren bleiben.“ gük

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