Paderborn schlägt Tabellenführer

Fehlstart für Köln - Auch Verfolger patzen

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Die Paderborner bejubeln das 0:1

München - Die 2. Liga geht im neuen Jahr turbulent weiter. Das Führungsduo Köln und Fürth patzt, dafür kann sich Kaiserslautern als Gewinner des 20. Spieltags fühlen.

Der 1. FC Köln tut sich in der 2. Fußball-Bundesliga schwer mit der Rolle des FC Bayern im Kleinen. Zum Start in die Restrückrunde vermasselte der Tabellenführer und Erstligaanwärter die Steilvorlage seines ärgsten Verfolgers Greuther Fürth und enttäuschte seine Fans am Sonntag mit der 0:1-Heimniederlage gegen den SC Paderborn. Der Vorsprung auf die Spielvereinigung bleibt somit bei vier Punkten, der 1. FC Kaiserslautern ist nur noch fünf Zähler hintendran. Die Pfälzer machten sich im Mehrkampf um einen direkten Aufstiegsplatz mit ihrem 2:1-Heimsieg gegen den fränkischen Mitkonkurrenten selbst Mut.

„Das war schon fast ein kleines Finale für uns“, erkannte Lauterns Rückkehrer Srdjan Lakic und versprach: „Wir werden jetzt dranbleiben.“ Zwei Kunstschüsse in den linken Torwinkel von Ruben Jenssen und Florian Dick leiteten die Drei-Punkte-Party ein. Erst kurz vor Schluss wurde Fürth stärker und hätte sich fast noch mit einem Punkt belohnt. Doch zu mehr als Ognjen Mudrinskis Anschlusstor reichte es nicht. „Aus tabellarischer Sicht ist noch nicht viel passiert für uns, wir sind immer noch mittendrin“, urteilte Fürths Torwart Wolfgang Hesl trotzig.

In Köln schockte Paderborns Alban Meha die Gastgeber kurz nach der Pause mit dem Siegtreffer. Die Rheinländer, zuvor schon viel zu zaghaft, reagierten mehr geschockt als angestachelt. Die größte Ausgleichschance vergab Bard Finne nach rund einer Stunde.

Kaiserslautern (34 Punkte) ist der Gewinner des ersten Spieltags 2014. Neben Köln (39 Punkte) und Fürth (35) zeigten auch weitere ambitionierte Clubs Nerven. Der FC St. Pauli verspielte bei Arminia Bielefeld eine 2:0-Führung und musste sich mit einem 2:2 begnügen. Der Karlsruher SC (1:1 gegen den FC Ingolstadt) und Union Berlin (0:0 gegen Dynamo Dresden) schafften beim Neustart auch jeweils nur Remis und haben wie der Hamburger Kultclub 32 Punkte auf dem Konto. Als Siebter schielt der SC Paderborn (32) ebenfalls nach oben.

Beim ausgemachten Sorgenclub Energie Cottbus geht die Pleitenserie unter Trainer Stephan Schmidt munter weiter. Im siebten Spiel gab's die siebte Niederlage. Schmidts Argumente schwinden genauso wie die Hoffnungen der Lausitzer, dem Abstieg in die 3. Liga doch noch zu entgehen. Der Rückstand des Tabellenschlusslichts zum Vorletzten aus Dresden beträgt nach dem 0:1 gegen den SV Sandhausen schon neun Zähler. Am Montagabend trifft 1860 München zum Abschluss des Spieltages auf Fortuna Düsseldorf.

Energie Cottbus bezeichnete es als „enttäuschend, dass das FCE-Team die fantastische Unterstützung von den Rängen und den Elan der gelungenen Vorbereitung nicht zu mehr Wucht, Feuer und Gefahr nutzen konnte, sich stattdessen aus dem Rhythmus bringen ließ“, wie der Klub auf seiner Internetseite kommentierte. „Die Aufarbeitung dauert an.“

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Am Sonntag war trainingsfrei, tags zuvor hatten Trainerstab und Team wie immer das Punktspiel ausgewertet. Der Frust war riesig. „Es ist zum Kotzen“, sagte Mittelfeldspieler Marco Stiepermann. Vereinschef Ulrich Lepsch will trotz der verfahrenen Situation noch an Schmidt festhalten: „Wir haben keine Trainerdiskussion.“ Der 37-Jährige hatte Anfang November Rudi Bommer abgelöst - bisher völlig erfolglos.

dpa

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