Versöhnung mit Völler

Zorc von Götze "enttäuscht"

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Michael Zorc

Dortmund - Auch rund zwei Monate nach der Bekanntgabe des Wechsels von Mario Götze zum FC Bayern München sitzt der Stachel der Enttäuschung bei Sportdirektor Michael Zorc von Borussia Dortmund noch tief.

„Natürlich waren wir alle über seine Entscheidung, uns zu verlassen, enttäuscht - vor allem über den Zeitpunkt. Das muss man uns auch zugestehen“, sagte der 50-Jährige in einem Sport-Bild-Interview.

Allerdings verurteilte Zorc „die Verunglimpfungen, die es dann teilweise gab, aufs Schärfste“. Eigentlich hatte man mit Götze langfristig geplant. „Mario hat sich für einen anderen Weg entschieden, das mussten wir akzeptieren“, so der Dortmunder Ex-Profi. Der 21-Jährige war für eine festgeschriebene Ablösesumme von 37 Millionen Euro zum FC Bayern gewechselt.

Energisch wies Zorc die Vorwürfe des zu Schalke 04 abgewanderten Felipe Santana zurück, Trainer Jürgen Klopp habe Götze nach dessen Oberschenkel-Zerrung vor dem Champions-League-Finale zu früh gezwungen zu trainieren. „Das ist dummes Zeug! Der Zeitpunkt des Wiedereinstiegs ins Training nach Marios Verletzungspause wurde unter allen Beteiligten besprochen und gemeinsam getragen.“ Nach dem ersten Training war bei Götze ein Muskelbündelriss diagnostiziert worden.

Auch äußerte sich Zorc zu den Vorwürfen von Leverkusens Sportchef Rudi Völler, der BVB habe den griechischen Nationalspieler Sokratis aus laufenden Vertragsverhandlungen mit den Rheinländern verpflichtet. „Nein, wir haben uns schon sehr lange mit der Personalie beschäftigt. Akut wurde es, als wir

hundertprozentig wussten, dass unser Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek für fünf Monate ausfallen wird“, sagte Zorc.

Mit Rudi Völler, der den Dortmundern öffentlich „Scheinheiligkeit“ vorgeworfen hatte, „haben wir übrigens ein persönliches Gespräch geführt und die Dinge geklärt“, so Zorc weiter. „Wir haben nichts Falsches gemacht.“

sid

 

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