Auf Druck des Ministers

Ibra entschuldigt sich für Ausraster - weil er muss

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Zlatan Ibrahimovic hat sich für seinen Ausraster entschuldigt.

Paris - Schon wenige Stunden nach Ausraster hat sich Zlatan Ibrahimovic für seine verbale Entgleisung gegen Frankreich entschuldigt. Allerdings nur auf Druck des Sportministers.

Zlatan Ibrahimovic hat nach seinem Ausraster den Canossagang angetreten: Der schwedische Superstar entschuldigte sich für seine verbalen Entgleisungen nach der 2:3-Niederlage von Frankreichs Fußballmeister Paris St. Germain bei Girondins Bordeaux noch in der Nacht zum Montag - wohl auch auf Druck des französischen Sportministers.

In der 87. Minute hatte Schiedsrichter Lionel Jaffredo einen Rückpass von Ludovic Sane zu seinem Torhüter Cedric Carrasso nicht sanktioniert. Daraufhin ätzte Ibra, der beide PSG-Tore erzielte, nach dem Schlusspfiff vor laufenden Kameras: „In 15 Jahren habe ich noch nie einen so schlechten Schiedsrichter erlebt wie in diesem Scheißland. Dieses Land verdient einen Verein wie Paris Saint Germain nicht.“ Sportminister Patrick Kanner kommentierte umgehend via Twitter: „Die Enttäuschung von Ibrahimovic rechtfertigt nicht die Beleidigung des Schiedsrichters und des Landes, das ihm Gastrecht gewährt. Er sollte sich entschuldigen.“

Was dann auch prompt geschah. Ibrahimovic: „Das ging nicht gegen Frankreich oder die Franzosen. Ich habe nur über ein Fußballspiel gesprochen. Ich akzeptiere die Niederlage, aber ich toleriere nicht, wenn der Schiedsrichter die Regeln missachtet - zumal das nicht das erste Mal war.“

Zur Verteidigung gibt Ibrahimovic an, sehr erregt gewesen zu sein, „und jeder weiß, dass die Worte dann manchmal schneller sind als die Gedanken. Ich entschuldige mich bei allen, die sich beleidigt fühlen.“ Der Disziplinarausschuss des Ligaverbandes LFP wird sich dennoch am Donnerstag auf einer Sitzung mit dem Vorfall beschäftigen.

Marine Le Pen, die Vorsitzende der rechtsgerichteten Front National, forderte Ibrahimovic zum Verlassen des Landes auf. „Diejenigen, die Frankreich für ein Scheißland halten, können es verlassen“, sagte sie einem französischen Radiosender.

Im Internet laufen inzwischen Abstimmungen, ob Ibrahimovic bestraft werden sollte oder nicht. Das 2:3 war die zweite Niederlage von PSG in der laufenden Saison der Liga. Am Mittwoch hatte sich der Verein durch ein überraschendes 2:2 nach Verlängerung beim FC Chelsea für das Viertelfinale der Champions League qualifiziert.

Durch die Niederlage verlor Meister PSG als Tabellenzweiter (56 Punkte) an Boden auf Olympique Lyon (58). Der Spitzenreiter kam am späteren Sonntagabend bei Olympique Marseille nicht über ein 0:0 hinaus.

SID

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