Champions League

Hecking warnt vor Blamage: „Knüppelharte Arbeit“

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Wolfsburg-Coach Dieter Hecking warnt trotz des 3:2-Sieges im Hinspiel vor dem Rückspiel gegen Gent.

Wolfsburg - Von Carsten Lappe und Michael Rossmann. Eigentlich kann für den VfL Wolfsburg im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Gent kaum noch was schiefgehen. Der größte internationale Erfolg winkt. Coach Hecking hat Mühe mit seinen Warnungen.

Bloß keine Blamage. Der VfL Wolfsburg will auf dem Weg zum größten internationalen Erfolg der Clubgeschichte nicht zur Lachnummer werden - deshalb gibt Dieter Hecking einen fast schon übertriebenen Mahner. „Das wird noch mal 90 Minuten lang knüppelharte Arbeit werden“, warnte der VfL-Coach seine Spieler vor der Pflichtaufgabe im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) gegen KAA Gent.

Nach dem 3:2 im Hinspiel in Belgien könnte Wolfsburg sogar schon eine knappe Niederlage mit einem Tor Unterschied reichen. Deshalb wäre alles andere als ein Weiterkommen peinlich. Das weiß auch Hecking. Der Coach schränkte daher seine Warnung etwas ein: „Man muss den Gegner auch nicht stärker machen, als er ist.“ In der belgischen Liga hatte Gent zuletzt Probleme und hat die Tabellenführung verspielt.

„Das Viertelfinale wäre eine super Sache und ein Riesenerfolg. Dafür werden wir alles tun, wie immer mit Vollgas“, versprach Hecking, als wäre dafür eine Top-Leistung wie am Samstag beim 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach vonnöten. „Wenn wir so spielen wie gegen Gladbach, kommen wir eine Runde weiter“, meinte auch Sportchef Klaus Allofs.

Der deutsche Vizemeister hätte wohl längst schon für seine erste Viertelfinal-Teilnahme in der europäischen Königsklasse planen können, hätte er im Hinspiel beim Champions-League-Neuling nicht noch ein 3:0 fast verspielt. „Diese Mannschaft hat uns Gott sei dank noch einmal gezeigt, dass man sie nicht abschreiben darf“, meinte Hecking.

Immerhin scheint der Pokalsieger rechtzeitig zum Saison-Endspurt gerade noch die Kurve bekommen zu haben. Vier Siege aus den vergangenen sechs Spielen stärken das Selbstvertrauen, vor allem der Erfolg am Samstag gegen einen eigentlich deutlich stärkeren Gegner.

Auch personell sieht es beim VfL inzwischen wesentlich besser aus als noch vor wenigen Wochen. Bis auf die Langzeitverletzten Naldo, Sebastian Jung, Diego Benaglio und Bas Dost stehen fast alle Spieler zur Verfügung. Max Kruse, Julian Draxler und Maximilian Arnold sind zwar angeschlagen, können aber wohl spielen. „So ein Spiel wie am Dienstag sollte alle Wunden heilen“, meinte der Coach.

„Wir können sehr selbstbewusst sein“, sagte daher auch Allofs, der keine so hohe Meinung vom belgischen Meister zu haben scheint. Das 2:1 gegen Gladbach ließ Allofs nicht als Generalprobe für Gent gelten. „Eher Hannover war die Prüfung“, meinte Wolfsburgs Manager. Beim derzeit in der Bundesliga nicht konkurrenzfähigen Tabellenletzten hatte Wolfsburg in der vergangenen Woche locker mit 4:0 gewonnen.

So schwach dürften die „Büffel“ genannten Belgier dann doch nicht sein. Koen Casteels warnte vor dem Willen seiner Landsleute. „Das ganze Land hofft, dass sie das Hinspiel noch drehen können“, verriet der belgische Keeper, der seit Wochen Stammtorhüter Benaglio vertritt.

dpa

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