Favre: Alles ist möglich

Wolfsburg fast durch - Gladbach hofft

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Borussia Mönchengladbach kämpft gegen den FC Sevilla um das Weiterkommen in der Europa League.

Mönchengladbach/Lissabon - Die Fußball-Bundesliga könnte erstmals seit drei Jahren wieder mit zwei Teams im Achtelfinale der Europa League vertreten sein.

Borussia Mönchengladbach träumt von einer unvergesslichen Nacht, der VfL Wolfsburg stellt sich auf einen ungemütlichen Abend in einem Hexenkessel ein: Die beiden Fußball-Bundesligisten haben trotz unterschiedlicher Ausgangslage das Achtelfinale der Europa League fest im Visier. Gladbach muss im heimischen Borussia-Park gegen Titelverteidiger FC Sevilla eine 0: 1-Niederlage aus dem Hinspiel wettmachen, Wolfsburg reiste mit einem 2:0 im Gepäck zu Sporting Lissabon.

Für Gladbachs Granit Xhaka ist die Sache klar. „Ich tippe auf ein 2:0“, sagte der Schweizer Nationalspieler vor dem Zwischenrunden-Rückspiel am Donnerstag (19.00 Uhr/Sky). Wer allerdings die dringend benötigten Tore erzielen soll, ließ auch Xhaka offen.

Die mangelhafte Chancenverwertung wurde dem Bundesligadritten nicht nur im Hinspiel vor einer Woche zum Verhängnis. In sechs Pflichtspielen in diesem Jahr erzielte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre trotz offensiver Ausrichtung gerade einmal vier Treffer. Symbolisch für die Abschlussschwäche steht derzeit Max Kruse. Der angeblich von Borussia Dortmund und Schalke 04 umworbene Nationalspieler hat im neuen Jahr noch kein Tor geschossen.

Martin Stranzl äußerte sich daher weniger forsch als sein Teamkollege Xhaka. „Wir müssen erst einmal ein Tor machen. Wenn dann nicht mehr passiert, müssen wir es halt im Elfmeterschießen entscheiden“, sagte der Abwehrchef. Favre fordert derweil von seinem Team eine „intelligente Spielweise mit Tempo und Geduld“.

Sportdirektor Max Eberl warnt ebenfalls davor, ins Verderben zu stürmen. „Wir müssen erst einmal nur ein Tor aufholen. Da würde es nichts bringen, naiv in Konter zu laufen und ein Gegentor zu riskieren“, sagte Eberl, der auch auf die lautstarke Unterstützung der Fans im ausverkauften Borussia-Park setzt: „Mit unseren Zuschauern im Rücken soll es eine Nacht werden, die wir nie mehr vergessen.“

Trotz des komfortablen Zwei-Tore-Vorsprungs übt sich Wolfsburg derweil in Zurückhaltung. „Das Hinspiel-Ergebnis bringt erst dann richtig etwas, wenn man auswärts selbst ein Tor schießt“, sagte Manager Klaus Allofs vor dem Rückspiel am Donnerstag (21.05 Uhr/Sky und kabel eins).

Seit zwölf Spielen ist der Bundesligazweite ungeschlagen, immer gelang mindestens ein eigener Treffer. Häufig war dafür der niederländischen Stürmer Bas Dost verantwortlich. Auch im Hinspiel schoss er beide Tore. „Wenn wir wieder so gut verteidigen, dann sehe ich da überhaupt kein Problem“, sagte Dost.

Ansonsten hielten sich die Wolfsburger mit forschen Ansagen in Richtung des Gegners aber zurück. Auf „50:50“ schätzte Allofs die Chancen aufs Weiterkommen ein. Trainer Dieter Hecking war geringfügig anderer Meinung. „Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, jetzt zu denken, das läuft uns alles zu“, sagte der VfL-Coach und bezifferte die Chancen auf „51:49“: „Wenn wir ein Tor schießen, sind wir auf einem guten Weg.

Die Wolfsburger Spieler zeigen unterdessen Respekt vor dem Hexenkessel Estadio Jose Alvalade XXI. In dem für die EM 2004 erbauten Stadion werden fast 50.000 Fans ihre Mannschaft nach vorne peitschen. `Sporting hat gute Fans. Wenn die Mannschaft ein Tor schießt, wird es heiß“, sagte Linksverteidiger Ricardo Rodriguez.

dpa/SID

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