Formelles Verfahren eröffnet

WM-Skandal 2006: Geldstrafe für Sandrock gefordert

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Helmut Sandrock.

Frankfurt/Main - Der frühere DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock muss im Skandal um die deutsche Fußball-WM 2006 nur eine Geldstrafe fürchten.

Die Ermittler der FIFA-Ethikkommission fordern in ihrem Strafantrag die Ableistung noch zu definierender Sozialarbeit sowie eine 50.000 Schweizer Franken (umgerechnet 45.900 Euro) Geldbuße. Die rechtsprechende Ethikkammer eröffnete am Donnerstag ein formelles Verfahren.

Die Ermittlungen gegen Sandrock waren am 22. März eröffnet worden, bereits am 26. Februar hatte der Funktionär im Zuge der WM-Affäre seinen Rücktritt erklärt. Sandrock hatte im von Franz Beckenbauer geführten WM-Organisationskomitee die Position des Turnierdirektors inne. Ihm werden Verstöße gegen zwei Artikel des Ethik-Codes vorgeworfen (Allgemeine Verhaltensregeln/Anzeige- sowie Mitwirkungs- und Rechenschaftspflicht).

Bei den Vorwürfen geht es vor allem um die Frage, wann Sandrock von den verschleierten 6,7 Millionen Euro, die im Zentrum der Affäre stehen, erfahren hat. Sein einstiger Chef Wolfgang Niersbach war von der Ethikkommission für ein Jahr gesperrt worden. Weitere Ermittlungen laufen gegen Niersbachs Vorgänger als DFB-Präsident, Theo Zwanziger, sowie gegen Beckenbauer und den früheren Generalsekretär Horst R. Schmidt.

SID

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