WM-Party am Strand

Ein Stück Brasilien an der Ostsee

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Die brasilianischen Tänzerinnen Luciana (l.) und Simone an der Ostsee.

Schönberg - An der deutschen Ostsee bleiben und doch direkt in Brasilien die Fußball-WM erleben? Kein Problem! Ein Stück Brasilien an der Ostsee macht's möglich.

Fußballfieber an der Ostsee-„Copacabana“: Brasilien heißt der 1,6 Kilometer lange Strand in der schleswig-holsteinischen Gemeinde Schönberg, der jetzt zum Nebenschauplatz der Weltmeisterschaft im großen Brasilien wird. Sogar der Westdeutsche Rundfunk (WDR) rückt an, um von dem Strand nahe Kiel während der WM-Tage den Sportteil des ARD-„Morgenmagazins“ zu senden. Ganz in der Nähe richtet Organisator Patrick Schlufter eine Strandlounge mit mehreren Riesen-Fernsehern ein. Alle 64 Spiele werden auf sogenannten TV-Inseln am WM-Strand Brasilien übertragen, wie Schlufter am Dienstag sagte. Wenn Deutschland spielt, sollen zudem brasilianische Tänzerinnen für südamerikanisches Flair sorgen.

WDR und ARD berichten aus dem "Brasilien" in Norddeutschland

Am Dienstag wurde im Ostsee-Brasilien noch kräftig gewerkelt. Lounge und Bühnen müssen bis Donnerstag aufgebaut, Ortsschilder sichtbar aufgestellt sein. Normalerweise stehen die Schilder nicht mehr an der Straße - sie wurden zu gerne gestohlen. „Da half auch kein Anschweißen mehr“, sagte Schönbergs Bürgermeister Dirk Osbahr. Er hofft, dass sein Ort von dem Rummel profitiert und viele Gäste kommen. „Wir freuen uns darauf. Und wir sehen das auch als eine Art Vorbereitung für die Olympischen Spiele in zwei Jahren“, fügte er augenzwinkernd hinzu. Dann werden die Sommerspiele in Rio de Janeiro veranstaltet.

Dass der WDR sich für das Brasilien an der Ostsee entschied und nicht für das große in Südamerika, liegt außer am beziehungsvollen Ortsnamen an der Zeitverschiebung von fünf Stunden: Würde das „Morgenmagazin“ live aus Brasilien berichten, wäre dort noch stockfinstere Nacht. „Also haben wir uns gesagt: Wenn wir nicht nach Brasilien fahren, dann fahren wir eben nach Brasilien“, sagte WDR-Sportredakteur Uwe Kirchner. Gleich nebenan liegt übrigens das Ostseebad Kalifornien.

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Jeweils rund zehn Minuten will das ARD-„Morgenmagazin“ aus dem Ostsee-Brasilien berichten, vom 16. bis 20. Juni und vom 30. Juni bis 4. Juli. Dann wird Moderator Peter Großmann Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah als Experten an seiner Seite haben. Dessen Geburtsland Ghana ist Vorrundengegner des deutschen Teams. Für die sozialen Netzwerke ist Arnd Zeigler („Wunderbare Welt des Fußballs“) dabei. Für ein Schlechtwetter-Studio hat der WDR gleich hinterm Deich übrigens die „Villa Brasilien“ angemeldet. Und am Strand werden Surfbretter mit den Nationalfarben der WM-Mannschaften platziert. Wer in Brasilien ausscheidet, dessen Board wird aufs Meer geschickt.

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dpa

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