WM-Mission mit 18 Europameisterinnen

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Celia Sasic ist derzeit in einer bestechenden Form. Foto: Nicolas Armer

Die DFB-Frauen nehmen die WM-Titelmission mit einem Mix aus erfahrenen Spielerinnen und hungrigen Talenten in Angriff. 18 Europameisterinnen von 2013 und drei U20-Weltmeisterinnen stehen im WM-Kader für Kanada. Letzter WM-Test gegen die Schweiz.

Feusisberg (dpa) - Die Vorfreude steigt, die WM kann kommen. Die deutschen Fußball-Frauen gehen ihre Mission "Dritter Stern" bei der Fußball-Weltmeisterschaft vom 6. Juni bis 5. Juli in Kanada mit einer guten Mischung aus erfahrenen Spielerinnen und hungrigen Talenten an.

Einen Tag nach der Bekanntgabe des 23 Spielerinnen umfassenden endgültigen WM-Aufgebots rückte bei Bundestrainerin Silvia Neid bereits der letzte Test am Mittwoch in der Schweiz in den Fokus. "Wir wollten vor der WM noch mal einen qualitativ guten Gegner. Und das ist die Schweiz mittlerweile", betonte Neid. Besondere Qualität habe die "Nati" des Nachbarlandes in der Offensive. "Sie sind sehr gut im Spiel nach vorne. Da werden wir noch mal gefordert. Und das ist das, was wir brauchen."

Für die deutsche Nationaltrainerin der Schweizerinnen, die sich erstmals für eine WM qualifizierten, ist die Partie auf Kunstrasen gegen den zweimalige Weltmeister eine wertvolle Standortbestimmung und große Herausforderung. "Ich werde sicher meine bestmögliche Elf aufbieten. Derzeit haben wir zwei angeschlagene Spielerinnen, die noch geschont werden", sagte Martina Voss-Tecklenburg der dpa.

Die 47 Jahre alte Duisburgerin bestritt zwischen 1984 und 2000 125 Länderspiele im DFB-Trikot und kennt den deutschen Frauenfußball in- und auswendig. Zumal elf ihrer WM-Spielerinnen derzeit in der Bundesliga kicken. Voss-Tecklenburg, die an der Seite der vier Jahre älteren Neid in der DFB-Auswahl viele Erfolge feierte, bereitet ihr Team seit zwei Wochen intensiv im Trainingslager vor. Sie verfolgt große Ziele mit der kleinen Schweiz: "Wenn es gut läuft, können wir bei der WM ins Viertelfinale kommen."

Bei der Nominierung des DFB-Aufgebots gab es keine Überraschungen. Aus dem vorläufigen Kader wurden Torhüterin Lisa Weiß (Essen), Kathrin Hendrich (Frankfurt) und Anna Blässe (Wolfsburg) gestrichen. Angeführt wird das Team von Torjägerin Celia Sasic sowie Torhüterin und Spielführerin Nadine Angerer. Neben der 36 Jahre alten Weltfußballerin von 2013 und Sasic waren weitere 16 Akteurinnen am Gewinn des EM-Titels in Schweden vor zwei Jahren beteiligt. Von den Leistungsträgerinnen fehlen nur die aktuelle Weltfußballerin Nadine Keßler (Knieprobleme) und Lira Alushi, die ihr erstes Kind erwartet.

Dafür vertraut Neid drei Talenten, die 2014 mit der deutschen U20 den WM-Titel in Kanada holten. "Wir haben in den vergangenen Wochen viele Eindrücke gesammelt und uns im Trainerteam intensiv ausgetauscht. Am Ende haben Nuancen den Ausschlag gegeben. Es war eine knappe Entscheidung", sagte die Cheftrainerin. Nur die U20-Weltmeisterinnen Lena Petermann (Freiburg) und Pauline Bremer (Potsdam) haben noch kein großes Turnier mit der A-Mannschaft bestritten. Gleichwohl hält Neid große Stücke auf das Perspektiv-Duo. "Lena hat sich in den vergangenen Monaten kontinuierlich weiterentwickelt und einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Pauline hatte zuletzt etwas Verletzungspech, wir wissen aber, welches Potenzial in ihr steckt."

Bereits seit einer Woche erhält das DFB-Team in Feusisberg am Zürichsee den WM-Feinschliff. Nach der Generalprobe am Mittwoch haben die Spielerinnen drei Tage frei, bevor es am kommenden Sonntag nach Kanada geht. Das WM-Auftaktmatch bestreit Deutschland am 7. Juni in Ottawa gegen die Elfenbeinküste. Weitere Gruppengegner sind Norwegen und Thailand.

Deutsches WM-Aufgebot

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