"Verbrechen an der Menschenwürde"

WM in Katar: Baustellen entsetzen Sportpfarrer

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Katar ist Ausrichter der WM 2022

Doha - Die Arbeitsbedingungen auf den Baustellen in Katar sorgen momentan weltweit für Aufregung. Nun meldete sich ein deutscher Sportpfarrer zu Wort - und ist entsetzt.

Thomas Nonte ist katholischer Sportpfarrer

Der Sportpfarrer der Deutschen Bischofskonferenz, Thomas Nonte, ist besorgt über menschenunwürdige Arbeitsbedingungen auf Baustellen zur Fußball-WM 2022 in Katar. Wenn sich entsprechende Medienberichte bewahrheiteten, „dann muss sicherlich noch einmal ein Aufschrei erfolgen“, sagte er am Mittwoch im Interview des Kölner domradio. Der Geistliche bezeichnete Zwangsarbeit und Todesfälle von unterversorgten Arbeitern als „Verbrechen an der Menschenwürde“. Nonte sprach sich für die Einführung von Kontrollen aus und befürwortete eine Drohung durch den Weltfußballverband FIFA, dem arabischen Emirat unter Umständen die WM-Vergabe zu entziehen. Hier seien aber neben der FIFA auch die Vereinten Nationen und die internationalen Gewerkschaften gefragt.

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Ende September hatte die britische Tageszeitung The Guardian erstmals über Missstände auf den Baustellen der Sportstätten in Katar berichtet. Überwiegend aus Nepal stammende Arbeiter seien dort wie Zwangsarbeiter beschäftigt; mehrere Todesfälle stünden im Zusammenhang mit menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen. Die FIFA kündigte Untersuchungen an. Katar bestreitet bislang die Vorwürfe. Die FIFA hatte 2010 die Endrunde der 22. Fußball-Weltmeisterschaft 2022 an das Emirat vergeben.

kna

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