Doch kein Abschied aus DFB-Team?

Klose: "Ich kann leider noch"

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Miroslav Klose bei der Pressekonferenz am Donnerstag.

Santo Andre - Er war schon beim WM-Finale 2002 mit dabei und ist Rekordtorschütze des Turniers. Doch an ein Ende seiner Karriere nach dieser Weltmeisterschaft denkt Miroslav Klose offenbar noch nicht.

Bisher war immer klar: Für Miroslav Klose ist seine einzigartige Karriere in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ab Sonntag Vergangenheit. Doch offenbar denkt der 36 Jahre alte WM-Rekordtorjäger über weitere Großtaten im DFB-Team nach.

Wie es weiterginge, wisse er "selbst noch nicht. Ich kann leider noch. Ich habe schon öfter betont, dass ich meinen Kadaver noch ein bisschen rumschleppe. Wie lange es tatsächlich noch ist, entscheide ich dann spontan", sagte Klose am Donnerstag überraschend vor dem WM-Finale (Sonntag, 21.00 Uhr MESZ/ARD) in Rio de Janeiro gegen Argentinien.

Noch vor seinem siebten Turnier hatte der Italien-Legionär von Lazio Rom erklärt, dass für ihn nach der WM in Brasilien in der DFB-Auswahl Schluss sei. Klose hat 136 Länderspiele absolviert und dabei 71 Tore erzielt. Mit 16 Treffern ist er auch erfolgreichster Torjäger der WM-Historie. Bei Lazio hat Klose unlängst einen Einjahresvertrag plus Option für ein weiteres Jahr unterschrieben.

Gleichzeitig sagte Klose aber auch in Bezug auf seinen anstehenden Abschied, dass das Spiel gegen Argentinien für ihn sicherlich "sehr emotional" werde: "Wenn es soweit ist, werde ich den Moment genießen und feiern."

Bei einem WM-Triumph will Klose, der kaum Alkohol trinkt und nicht raucht, dann sogar alle Vorsätze über den Haufen werfen. „Ich kann für nichts garantieren, wenn wir tatsächlich Weltmeister werden. Dann kommt das Feierbiest in mir raus und dann schauen wir, wie es aussieht“, sagte der Stürmer - und schmunzelte.

Doch noch denkt er „keine Sekunde“ an das, was danach kommt. „Für mich zählt nur eins, dass ich mit der Mannschaft erfolgreich bin und das Ding hochhalte. Wenn man verliert, dann kann ich mich sicher nicht so freuen“, betonte Klose, der am 24. März 2001 sein Debüt in der Nationalelf gefeiert hatte (2:1 gegen Albanien).

Klose ist der einzige Spieler im aktuellen deutschen Kader, der 2002 schon einmal in einem WM-Finale gestanden und dies 0:2 gegen Brasilien verloren hatte. „Ich weiß, wie beschissen sich das anfühlt, wenn man verliert“, sagte der Stürmer mit ernster Miene, fügte aber an: „Ich bin voller Zuversicht, dass wir einfach dran sind.“

Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute

Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1954 in der Schweiz © picture-alliance/ dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1958 in Schweden: Helmut Rahn © picture-alliance/ dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1962 in Chile: Karl-Heinz Schnellinger  © picture-alliance/ dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1966 in England: Helmut Haller © picture alliance / dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1970 in Mexiko: Karl-Heinz Schnellinger © picture-alliance/ dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1974 in Deutschland: Gerd Müller © picture alliance / dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1978 in Argentinien: Berti Vogts © picture-alliance/ dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1982 in Spanien: Manfred Kaltz (l.) und Hans-Peter Briegel (r.) © picture-alliance / dpa
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WM 1986: Hans-Peter Briegel im grünen Auswärtstrikot © picture-alliance / dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1990 in Italien: die Weltmeister-Mannschaft © picture alliance / dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1994 in USA: Jürgen Klinsmann © picture-alliance/ dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1998 in Frankreich: Jürgen Klinsmann © picture-alliance / dpa/dpaweb
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 2002 in Südkorea und Japan: Torsten Frings (l.) und Miroslav Klose © picture alliance / dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 2006 in Deutschland: Tim Borowski (von l. nach r.), Arne Friedrich, David Odonkor und Jens Lehmann © picture-alliance/ dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 2010 in Südafrika: Thomas Müller (l.) und Lukas Podolski © picture alliance / dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
Mesut Özil im Dress der Nationalmannschaft für die WM 2014 in Brasilien. © picture alliance / dpa

Bei sich selbst sieht er auf jeden Fall auch in Zukunft noch Potenzial. Er lerne immer noch „täglich neue Sachen“, sagte Klose grinsend: „Sie werden sich wundern, wie viel Luft bei mir noch nach oben ist.“

Deshalb erlaubt er sich auch noch keinen Rückblick auf seine Laufbahn. Es habe „keine besonderen Momente“ gegeben„, betonte der gebürtige Pole: `Ich genieße jeden Moment, in dem ich auf dem Platz stehen kann.“ Besonders seien nur die Augenblicke nach gewonnenen Spielen: „Da feiere ich gerne mit meinen Mitspieler. Das ist speziell. Diese Emotionen sauge ich auf.“

sid

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