Nach Kündigung

Viagogo prüft Klage gegen Schalke

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Die Fans von Schalke 04 protestierten gegen den Vertrag mit viagogo

München - Wenige Tage nach der fristlosen Kündigung von Schalke 04 gegenüber der Ticketbörse viagogo prüft das Unternehmen, ob es gegen den Verein klagen soll.

Die Kündigung des FC Schalke 04 mit der Online-Plattform viagogo könnte ein juristisches Nachspiel haben. Das Unternehmen behält sich eine Klage vor. Der öffentliche Wirbel hat den Geschäften des bei vielen Fans umstrittenen Ticket-Anbieters offenbar nicht geschadet

Nach der Kündigung des Ticket-Vertrages durch den FC Schalke 04 prüft das Unternehmen viagogo eine Klage gegen den Fußball-Bundesligisten. „viagogo äußert sich zu diesem Zeitpunkt nicht zu ihrer eigenen Rechtsposition, behält sich aber rechtliche Schritte vor“, teilte das Unternehmen in einer schriftlichen Erklärung mit. Schalke 04 hatte am Dienstag nach nur wenigen Tagen eine Kooperation mit der Online-Plattform zum Zweitvertrieb von Eintrittskarten wieder gekündigt. Diesem Schritt waren heftige Fanproteste gegen die Zusammenarbeit vorausgegangen.

Der Verein hatte als Kündigungsgrund vorgebracht, dass „vertragliche Regelungen trotz mehrfacher Aufforderungen von Beginn an nicht eingehalten“ worden sein. Dies wird von viagogo zurückgewiesen. Offenbar gibt es unterschiedliche Ansichten über die Berechnung der Mehrwertsteuer. „Die Gestaltung der Mehrwertsteuer war in unserem Vertrag mit keinem Wort erwähnt. Wie üblich wird die Mehrwertsteuer zusätzlich zu unseren Gebühren erhoben“, hieß es von viagogo.

Ein weiterer Vorwurf soll nach Informationen von dpa eine um 100 Prozent erhöhte Ticketofferte für ein Schalke-Testspiel auf der Plattform gewesen sein. Dabei soll es sich allerdings um einen technischen Defekt gehandelt haben, der nicht zu wirtschaftlichen Gewinnen führte.

Trotz der Vertragskündigung verbucht das Unternehmen nach eigenen Angaben eine hohe Nachfrage nach Karten für Schalke-Spiele. „Bereits jetzt sind auf viagogo Tickets für jedes Spiel der Saison erhältlich und die Verkaufszahlen steigen rasant. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Verein nun nicht mehr davon profitiert“, hieß es in der Mitteilung.

Das Unternehmen wird von Fußball-Fans vieler Vereine massiv kritisiert. Der Vorwurf lautet, dass der Zweitvertrieb die regulären Preise in die Höhe treibt und ein „legalisierter Schwarzmarkt“ entsteht. Mehrere Bundesligisten haben Verträge mit viagogo.

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dpa

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