„Nicht hinnehmbar“

Wegen Ronaldo-Transfer: Fiat-Arbeiter kündigen Proteststreik an

+
Cristiano Ronaldos Transfer zu Juventus Turin löst einen Proteststreik der Fiat-Mitarbeiter aus.

Cristiano Ronaldos Wechsel zu Juventus Turin sorgt auch für Unmut. Fiat-Gewerkschaftsvertreter nannten den Transfer „nicht hinnehmbar“ und kündigten einen Proteststreik an.

Turin - Der Transfer von Superstar Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin löst in Italien Jubelstürme aus. Doch der Wechsel sorgt auch für großen Unmut, vor allem bei den Fiat-Mitarbeitern. Die kündigten nun einen Proteststreik an.

Die italienische Presse ist sich einig und spricht beim Transfer von Cristiano Ronaldo von einem „Jahrhundertgeschäft“. Das liegt auch an den astronomischen Summen, mit denen bei dem Transfer jongliert wird: 112 Millionen gehen an Real Madrid und 120 Millionen Euro soll Ronaldo in vier Jahren in Turin nach verschiedenen Medienberichten verdienen. Mit Steuern und Abgaben schätzen italienische Medien die Kosten für den Transfer auf insgesamt 240 bis 300 Millionen Euro. Überweisen wird das Geld Juventus Turin und dessen Clubeigner Andrea Agnelli, der ganz nebenbei auch noch Mitglied des Fiat-Vorstandes ist.

Ronaldo soll für Fiat werben

Ob sich die Alte Dame den Ronaldo-Transfer leisten kann, wird aktuell diskutiert. Mehrere Spieler könnten den Verein verlassen, um Geld für Ronaldo einzunehmen. Doch auch von Fiat soll ein großer Zuschuss kommen: 30 Millionen Euro soll die Autofirma dafür bezahlen, dass Cristiano Ronaldo in Zukunft als Werbefigur für Fiat fungieren wird. Das berichtet die dpa unter Bezug auf italienische Medienberichte.

Das wiederum bringt einige Fiat-Mitarbeiter auf die Palme, da viele seit Jahren mit eingefrorenen Gehältern auskommen müssen. Nach einem dpa-Bericht bezeichneten Vertreter der Arbeiter des Werks in Melfi den Ronaldo-Transfer deshalb als „nicht hinnehmbar“ und kündigten sogar einen Proteststreik an. „Jahrelang hatte das Unternehmen von den Arbeitern große finanzielle Opfer verlangt. Ist das fair? Ist es normal, dass eine einzelne Person Millionen verdient und Tausende von Familien mit ihrem Geld nicht bis Mitte des Monats auskommen?“, zitiert die dpa aus einer Mitteilung der Arbeiter-Gewerkschaft.

rjs

Das könnte Sie auch interessieren

Bedrückende Bilder: Das blieb nach dem verheerenden Brand von Thomas Gottschalks Villa übrig

Bedrückende Bilder: Das blieb nach dem verheerenden Brand von Thomas Gottschalks Villa übrig

Die üppigen Gehälter von Neuer, Müller & Co. 2018

Die üppigen Gehälter von Neuer, Müller & Co. 2018

Jugend-Stil und Tempo: 3:0 gegen Russland macht Hoffnung

Jugend-Stil und Tempo: 3:0 gegen Russland macht Hoffnung

Ausbildungsmesse an den BBS Rotenburg - der Donnerstag

Ausbildungsmesse an den BBS Rotenburg - der Donnerstag

Meistgelesene Artikel

Wegen Trauerfall: Weltmeister von 2014 fällt gegen Russland aus

Wegen Trauerfall: Weltmeister von 2014 fällt gegen Russland aus

Ticker: Furiose erste Halbzeit reicht  DFB-Team gegen Russland - Sorge um Hector

Ticker: Furiose erste Halbzeit reicht  DFB-Team gegen Russland - Sorge um Hector

Neuer Verhaltenskodex fürs DFB-Team: Das dürfen Jogis Jungs jetzt nicht mehr

Neuer Verhaltenskodex fürs DFB-Team: Das dürfen Jogis Jungs jetzt nicht mehr

ZDF-Hammer! FC Bayern und BVB live im Free-TV

ZDF-Hammer! FC Bayern und BVB live im Free-TV

Kommentare