Schmähungen gegen Familie

Nach Beleidigungen - Türkei-Keeper verlässt Stadion

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Volkan Demirel wurde beim Länderspiel Türkei gegen Kasachstan von türkischen Fans schwer beleidigt.

Istanbul - Der türkische Torhüter Demirel schmiss schon vor dem Match gegen Kasachstan hin, weil ihn Fans eines verfeindeten Clubs beschimpfen. Direkte Folgen hat das für Demirel nicht. Trainer Terim will sich den Vorfall in Ruhe ansehen.

Die Flucht vom Platz vor EM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan hat für den türkischen Nationaltorwart Volkan Demirel keine unmittelbaren Folgen. „Wir werden uns das zusammen anschauen“, sagte Nationaltrainer Fatih Terim türkischen Medienberichten zufolge nach dem Match vom Sonntagabend zu dem Eklat.

Demirel - der für Fenerbahce Istanbul spielt - hatte vor dem Anpfiff wegen Pfiffen und Schmähungen durch Fans des Erzrivalen Galatasaray Istanbul den Platz verlassen. Das Spiel fand in Galatasarays Heimstätte Türk Telekom Arena in Istanbul statt. Demirel (33) wurde durch Torhüter Volkan Babacan ersetzt. Die Türkei gewann 3:1 (2:0) und arbeitete sich auf den vierten Platz der Gruppe A vor.

Die Zeitung Hürriyet berichtete, Demirel habe Nationaltrainer Terim gesagt: „Trainer, mir geht es nicht gut, sie haben meine Mutter und meine Frau beschimpft.“ Terim habe Demirel daraufhin vom Platz genommen. Terim sagte Medienberichten zufolge anschließend vor Journalisten, Demirel sei nicht in der Lage gewesen zu spielen. „Er war natürlich sehr aufgebracht.“ Den Berichten zufolge verließ Demirel das Stadion nach dem Eklat, kehrte in der zweiten Halbzeit aber zurück. Am Spiel nahm er allerdings nicht mehr teil.

Zwischen den Istanbuler Erstliga-Rivalen Fenerbahce, Galatasaray und Besiktas herrscht innige Feindschaft, die sich bisweilen bis auf den Platz überträgt. So war es etwa bei einem Derby im August zwischen Demirel und Galatasarays Mittelfeldspieler Felipe Melo nach einem Elfmeter zum Eklat gekommen. Demirel war nach einem verschossenen Strafstoß Melos aus dem Tor gerannt und hatte versucht, über Melos Kopf zu springen. Der Schiedsrichter musste die Streithähne trennen.

dpa

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