Verletztenmisere bei Schalke

"Was soll das?" Heldt bekommt Almeida angeboten

Hugo Almeida
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Hugo Almeida, hier im Werder-Dress.

London - Kapitän Benedikt Höwedes ist der achte Verletzte bei Schalke 04. Schon in der vergangenen Saison fehlten teilweise elf Spieler.

Horst Heldt staunte nicht schlecht. „Mir ist Hugo Almeida angeboten worden“, berichtete der Sportvorstand von Schalke 04: „Da fragt man sich, was das soll.“ Einen Stürmer wie den arbeitslosen ehemaligen Bremer können die Königsblauen derzeit wahrlich nicht gebrauchen. „Ich habe gar nicht darauf geantwortet.“ Interessant wäre für die Gelsenkirchener dagegen ein Abwehrspieler - denn die jüngste Verletztenserie hat ihnen fast die komplette Defensive geraubt.

Am Rande des Champions-League-Spiels beim FC Chelsea bestätigte Heldt, dass er unter den vereinslosen Fußballern nach einem geeigneten Innenverteidiger sucht. Nachdem auch noch Kapitän Benedikt Höwedes mit einem Teilanriss der Hüftbeugersehne ausgefallen ist, fehlen fünf Defensivkräfte. „Wir haben nicht so viel mehr Verletzte als Dortmund oder Bayern“, meinte Heldt, „bei uns konzentriert es sich aber auf einen Mannschaftsteil.“

Derzeit stehen acht Schalker Profis auf der Verletztenliste, in der vergangenen Saison waren es bis zu elf. Da gerät auch der Manager der Königsblauen ins Grübeln. Seine erste Schlussfolgerung: Die Spieler selbst verhalten sich nicht professionell genug. Heldt ordnete in der Sommerpause regelmäßige Besuche beim Zahn- und Augenarzt, Mittagsschlaf und mehr Getränke mit ausreichend Aminosäuren an.

Auch Jungstar Julian Draxler appellierte an seine Kollegen: „Jeder Einzelne muss überprüfen, ob er professionell genug lebt, genug schläft und sich richtig ernährt.“ Es half nichts. Die Serie der Ausfälle riss nicht ab. Bei der Häufung der muskulären Verletzungen stellte sich die Frage: Gibt es Fehler in der Trainingssteuerung? Zumindest der Rückfall des Jungnationalspielers Leon Goretzka, der nach einem Muskelbündelriss offenbar zu früh zu stark belastet wurde, legt den Verdacht nahe.

Ist womöglich die medizinische Abteilung schlechter als bei anderen Klubs? Nachdem Teamarzt Thorsten Rarreck Höwedes' Verletzung diagnostiziert und den Weltmeister für spielunfähig erklärt hatte, schickten ihn die Schalker nach München, um eine zweite Meinung einzuholen. Nationalmannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt bestätigte die Diagnose.

Für Heldt liegt die Vielzahl der Verletzungen an der hohen Belastung. Schalkes Profis spielten wie ihre Dortmunder und Münchner Kollegen auch regelmäßig „in vier Wettbewerben“, neben Bundesliga, DFB-Pokal und Europacup mit den Klubs eben auch noch in ihren Nationalmannschaften. „Heute gibt es 35 bis 40 Sprints im Spiel, das war vor einigen Jahren noch undenkbar“, erklärte der Ex-Profi, „wenn du zu meiner Zeit acht Kilometer gelaufen bist, hattest du einen Topwert in der Liga. Jetzt wirst du damit aus dem Stadion gebuht.“

Die körperlichen Anforderungen, die Zahl der Stresssituationen hätten sich deutlich erhöht. „Man braucht ganz andere Ansätze“, sagte Heldt. Schon vor der 1:4-Pleite bei Borussia Mönchengladbach hatte er angekündigt, über die Kadergröße nachzudenken. „Wir können uns nicht 35, 40 Spieler wie Chelsea leisten“, betonte er, aber man müsse überprüfen, „ob 25 Vollprofis und fünf, sechs Perspektivspieler künftig ausreichend sein werden“.

Allerdings muss sich Heldt selbst fragen, warum er zu Saisonbeginn Abwehrspieler Kyriakos Papadopoulos an Bayer Leverkusen auslieh. Der Grieche könnte den Schalkern jetzt durchaus weiterhelfen. Doch der 22-Jährige ist auch verletzt...

sid

"Hauptsache Italien!" Legendäre Fußball-Sprüche

"Hauptsache Italien!" Legendäre Fußball-Sprüche

"Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien!" Andi Möller erklärte zwar 2013, dass er sich gar nicht an sein berühmtes Zitat erinnern könne. Dennoch zählt es zu den bekanntesten Fußball-Sprüchen. Wir haben hier einige legendäre für Sie zusammengestellt. © dpa
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"In Gladbach ist so etwas bestimmt 20-mal passiert. Das gehört dazu. Ich find' das gut." Stefan Effenberg über die Ohrfeige, die Lizarazu im Training Matthäus verpasste. (Auf dem Bild trainiert Effenberg mit Sammy Kuffour). © picture-alliance / dpa/dpaweb
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"In Island gibt es gar kein Weizenbier." Waldis Antwort. © picture alliance / dpa
"Ich sage nur ein Wort: 'Vielen Dank!'" Horst Hrubesch. © dpa
"Ich kann es mir als Verantwortlicher für die Mannschaft nicht erlauben, die Dinge subjektiv zu sehen. Grundsätzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv sind oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, dann werde ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen der Spieler mit in meine objektiven einfließen lassen." Erich Ribbeck. © dpa
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"Entweder ich gehe links vorbei oder ich gehe rechts vorbei." Dribbelkönig Wiggerl Kögl. © picture-alliance / dpa
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"Wenn's denkst, ist's eh zu spät." Gerd Müller. © picture alliance / dpa
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"In den entscheidenden Momenten hat uns einfach das Pech gefehlt!" Danny Schwarz. © picture-alliance/ dpa
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"Eine EM ist noch ausgeglichener besetzt als eine WM, weil bei einer WM auch Mannschaften vom anderen Kontingent sind." Michael Ballack. © picture alliance / dpa
"Wenn ich den Fans den Stinkefinger zeige, weiß ich, dass ich im nächsten Spiel ausgepfiffen werde. Das macht mich richtig geil auf das Spiel." Mario Basler. © picture-alliance / dpa
"Bedanken möchten wir uns auch bei den Fans, auf denen wir uns immer verlassen konnten." Andreas Brehme (zu Spielerzeiten). © picture-alliance / dpa
"Ich habe 'ne Oberschenkelzerrung im linken Fuß." Guido Buchwald. © picture-alliance / dpa/dpaweb
"Wir waren besonders motiviert. Dieser Trainer Camacho, Caramba oder wie der heißt, hat vor dem Spiel im spanischen Fernsehen gesagt, Fußball in Deutschland ist nur bumm, bumm, bumm. Nächstes Mal soll er die Fresse halten." Giovane Elber (nach dem 4:2-Sieg der Bayern bei Real Madrid). © picture-alliance / dpa
"Mir hamm a gut genugene Mannschaft." Dietmar Hamann (vor dem Spiel Deutschland-Island). © picture-alliance/ dpa/dpaweb
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"Ich weiß auch nicht, woran es liegt, dass wir immer, wenn wir führen oder zurückliegen, doch noch verlieren." Jens Jeremies. © picture-alliance / dpa/dpaweb
"Der Druck entlädt sich beim Torschuss - ein Wahnsinns-Feeling. So ähnlich wie beim Sex." Jürgen Klinsmann. © picture-alliance / dpa

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