Bundesliga

Wolfsburg gewinnt dank Joker Caligiuri in Berlin

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Freude bei den Spielern des VflL Wolfsburg über den Ausgleich zum 1:1 durch Robin Knoche (M, 31).

Berlin - Dank eines Jokertors von Daniel Caligiuri hat der VfL Wolfsburg mit einem Sieg gegen Hertha BSC Berlin einen weiteren Schritt in Richtung Europapokal gemacht.

Bei Aufsteiger Hertha siegten die Niedersachsen zum Abschluss des 21. Spieltags trotz eines Rückstands mit 2:1 (0:1) und feierten vier Tage nach dem Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals auch in der Liga einen wichtigen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten.

Mit 36 Punkten schob sich das Team von Trainer Dieter Hecking auf Platz fünf vor und ist nun ärgster Verfolger des Spitzenquartetts. Per Skjelbred (21.) hatte die Berliner in Führung gebracht, Robin Knoche (58.) und der nur acht Minuten zuvor eingewechselte Caligiuri (78.) drehten das Spiel.

„Wir haben es uns selbst schwer gemacht, wir machen Fehler, die uns nicht passieren dürfen. In der ersten Halbzeit wollten wir es spielerisch lösen, in der zweiten Halbzeit haben wir besser gekämpft. Das war das Quäntchen, das gefehlt hatte“, sagte Wolfsburgs Manager Klaus Allofs.

Die Berufe unserer FIFA-Schiedsrichter

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Dagegen musste das Überraschungsteam aus Berlin einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Die Pleite war für das Team von Trainer Jos Luhukay bereits die dritte Niederlage im vierten Ligaspiel des Jahres. Hertha liegt mit 31 Zählern weiter auf Platz acht.

Vor 40.648 Zuschauern im Olympiastadion begannen die Gastgeber im Vergleich zum 3:0 beim Hamburger SV unverändert. Bei den Wolfsburgern fehlte der verletzungsbedingt der kroatische Nationalspieler Ivica Olic, zudem war Innenverteidiger Naldo gelbgesperrt. Für ihn spielte Timm Klose.

Zunächst erarbeiteten sich aber die Berliner leichte Vorteile. Das Luhukay-Team ließ vor allem dem hochtalentierten Mittelfeld der Wolfsburger um Kevin de Bruyne wenig Platz zur Entfaltung. Und wenn der belgische Nationalspieler einmal in gefährlicher Position an den Ball kam, gewannen die Hertha-Akteure die Zweikämpfe.

Gastgeber gehen in Führung

Die Hertha agierte zunächst zielstrebiger, ohne allerdings den entscheidenden Abschluss zu erzwingen. Dennoch gelang den Gastgebern dann die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung. Über Adrian Ramos und den engagierten Sami Allagui kam der Ball zu Per Skjelbred, der aus zehn Metern zum 1:0 einschoss.

Anschließend wurde Wolfsburg etwas gefährlicher - und dann vor allem über die linke Seite. Nach einem schönen Spielzug prüfte Ivan Perisic Thomas Kraft (27.). Wirklichen Druck konnten die Gäste allerdings nur selten entwickeln. Immer wurden sie bereits im Spielaufbau von den Herthaner gestört.

Aus einer solchen Situation resultierte dann auch die erste richtig gefährliche Situation von Ramos. Die Berliner setzten Slobodan Medojevic in dessen Hälfte unter Druck, der mit einem Fehlpass unfreiwillig den Kolumbianer bediente. Doch der umworbene Stürmer lupfte freistehend vor Diego Benaglio über das Tor (35.).

Auch nach der Pause wirkten die Berliner wacher als die Gäste und ließen vor allem in der Defensive nichts anbrennen. Alle Herthaner arbeiteten gut nach hinten mit und ließen den VfL nicht zu Entfaltung kommen. Durchdachte Offensivaktionen der Wolfsburger waren daher selten. So musste es eine Standardsituation richten. Nach einer Ecke von Ricardo Rodriguez köpfte Innenverteidiger Knoche zum Ausgleich ein.

Im weiteren Spielverlauf wurde das Spiel nun attraktiver. Beide Mannschaften drängten auf einen Sieg - auch wenn die Herthaner erneut die besseren Ansätze zeigten. Ramos (67.) kam erneut gefährlich vor das Tor. Cigerci (76.) scheiterte mit einem Fernschuss an Benaglio. Nach dem Treffer von Caligiuri scheiterte Änis Ben-Hatira mit einem Kopfball an der Querlatte (83.).

Beste Spieler waren bei der Hertha Skjelbred und Sebastian Langkamp, bei Wolfsburg überzeugten Luiz Gustavo und de Bruyne.

Von Dominik Kortus

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