Gute Nachrichten für VfB Stuttgart

Werner unterschreibt ersten Profi-Vertrag

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Timo Werner wird bis 2018 beim VfB Stuttgart kicken.

Stuttgart - Der Trainer bleibt, das begehrte Ausnahmetalent auch: Vor dem „Schicksalsspiel“ gegen Eintracht Braunschweig macht sich der VfB Stuttgart Mut.

In der schlimmsten sportlichen Krise der jüngeren Vereinsgeschichte gönnte sich der VfB Stuttgart erst mal ein kleines Wohlfühlpaket. „Das ist ein sehr schöner Tag für den VfB Stuttgart, wir sind sehr stolz“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic am Donnerstag - jedoch nicht über die Rückendeckung für den angezählten Trainer Thomas Schneider, sondern über Timo Werner.

Das Ausnahmetalent unterschrieb an seinem 18. Geburtstag seinen ersten Profivertrag (bis 2018) - für den VfB eine willkommene Gelegenheit, die Diskussionen um Schneider und das richtungweisende Spiel gegen Eintracht Braunschweig am Samstag (15.30 Uhr/Sky) für ein paar Momente zu vergessen.

Werner sprach von einem „Traum“, und Trainer wie Sportchef schwärmten. „Ein schöneres Bekenntnis gibt es nicht in dieser schwierigen Phase“, sagte Schneider. Bobic ergänzte, der VfB könne dem jungen Stürmer „eine Perspektive bieten, die für ihn sehr gut ist“. Sehr gut?

Nach zuletzt acht Niederlagen droht dem VfB der zweite Abstieg nach 1975 - und Schneider nach wie vor der Rauswurf. Die Rückendeckung, die er von Vorstand und Aufsichtsrat am Dienstag erfuhr, gilt zunächst nur für das Spiel am Samstag. Nachdem Werner das Podium verlassen hatte, wurde die Stimmung ernster, Bobic aber leugnete die Siegpflicht für den Trainer. „Es ist nicht so, dass es ein Muss gibt“, sagte er.

Schneider gab sich derweil gelassen. „Ich bin noch Trainer und habe mich auch die ganze Zeit so gefühlt. Und ich schlafe nach wie vor sehr, sehr gut“, sagte er. Die Diskussionen um seine Person beeinflussten die Vorbereitung auf das wichtige Spiel gegen Braunschweig „in keinster Weise“ - im Gegenteil: Von der Unterstützung der Vorgesetzten erhofft er sich Aufbruchsstimmung.

„In der Truppe ist eine gewisse Erleichterung zu spüren“, meinte er. Bobic betonte entgegen anderslautender Berichte, die Entscheidung pro Schneider sei „nicht aus der Not heraus, sondern aus voller Überzeugung“ gefallen: „Es sind keine Zustände hier, die chaotisch sind.“

Dabei deutete zuletzt manches darauf hin, dass der Sportvorstand lieber seinen früheren Mitspieler Krassimir Balakow auf Schneiders Stuhl gesehen hätte. Doch von dieser Lösung waren letztlich nicht alle Bosse überzeugt. Zudem erfuhr Schneider Unterstützung aus der Mannschaft.

„Er hat nicht an Autorität eingebüßt“, sagte Kapitän Christian Gentner über die Diskussionen um den Coach, der sich erneut als Diener des Klubs gab. „Ich bin keiner, der an diesem Stuhl hängt, aber auch keiner, der davonläuft. Mir geht es um den Verein“, sagte Schneider.

Bei den Fans kommt diese Art an. Gegen die Eintracht ist die Mercedes-Benz Arena ausverkauft, erst zum zweiten Mal in dieser Saison. Auch wenn eine Ticket-Kampagne dabei half, erwartet Schneider ein atmosphärisch „ganz besonderes Spiel“. Aber auch ein sehr schwieriges: „Es ist nicht so, dass man Braunschweig einfach so aus dem Stadion fegt. Die haben sich schon verbessert und sich an die Liga gewöhnt.“

In der Vorrunde hatte der VfB 4:0 in Niedersachsen gewonnen, Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht dachte danach laut über einen Rücktritt nach. Inzwischen hat er seinen Vertrag verlängert. „Der VfB als direkter Konkurrent - dass es so weit kommt, war nach dem Hinspiel unvorstellbar“, sagte er. Mit einem Sieg kann Braunschweig mit dem Tabellen-15. Stuttgart nach Punkten gleichziehen.

sid

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