Verstoß gegen Auflagen: Zwei Punkte Abzug für VfR Aalen

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Dem VfR Aalen wurden zwei Punkte abgezogen. Foto: Handout DFB

Die Probleme beim VfR Aalen werden immer größer. Der Verein kämpft nicht nur gegen den Abstieg aus der 2. Liga. Nun sollen dem finanziell angeschlagenen Club auch noch Punkte abgezogen werden.

Aalen (dpa) - Im Existenzkampf der 2. Fußball-Bundesliga wird die Lage für den VfR Aalen immer bedrohlicher. Dem abstiegsgefährdeten Verein sollen wegen wiederholten Verstoßes gegen die Lizenzierungsauflagen zwei Punkte abgezogen werden. Diese Strafe gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) bekannt.

Als konkreten Grund nannte die DFL das erneute Vergehen gegen eine Lizenzierungsauflage im Bereich der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Demnach hat der VfR in zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren sein negatives Eigenkapital verschlechtert. Eigentlich sind die Zweitliga-Vereine verpflichtet, ihr Eigenkapital zu erhöhen. Seit dem Ausstieg von Haupt- und Trikotsponsor Imtech im Sommer 2013 hat das der Club aber nicht geschafft. VfR-Präsident Berndt-Ulrich Scholz musste bei finanziellen Engpässen immer wieder aushelfen.

Finanzielle Linderung könnte den Aalenern zufolge künftig die Einrichtung sogenannter Business Lounges für zahlungskräftige Sponsoren bieten. Die Stadt ist jedoch in diesem Punkt kaum zur Unterstützung bereit. Auf die Frage, ob die zweite Liga eine Nummer zu groß für den Verein sei, antwortete VfR-Geschäftsführer Carl Ferdinand Meidert im TV-Sender Sky: "Wenn sich in der Einnahmensituation und der Einnahmemöglichkeit des Vereins nichts Wesentliches tut, auf lange Sicht ja."

Der VfR kann gegen die Entscheidung innerhalb von fünf Tagen Beschwerde bei der DFL einlegen. Dies wird der Verein von der Ostalb wohl auch tun. "Wir dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren. Wir müssen mit dieser Situation leben", sagte Meidert. "Wir werden intern prüfen, ob eine Beschwerde Sinn macht. Ich tendiere auf jeden Fall zum Rechtsmittel." Mannschaft und Trainerstab seien bereits über die Strafe informiert worden.

Die Aalener würden nach dem Punktabzug 16. bleiben, hätten dann aber nur noch 22 Punkte. Der Rückstand auf den rettenden 15. Tabellenplatz würde damit auf vier Zähler anwachsen. "Wir müssen jetzt noch enger zusammenrücken. Ich habe eine Mannschaft, die zu kämpfen gelernt hat", sagte Trainer Stefan Ruthenbeck. "Wir werden weiterhin versuchen, alles zu tun, um die Klasse zu halten."

Auch Meidert macht in Optimismus. "Mein Augenmerk und das des Trainerteams liegt jetzt darauf, den Klassenerhalt dennoch zu schaffen", bekräftigte der Aalener Geschäftsführer. "Ich bin überzeugt, dass wir dies schaffen werden."

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