Nach Knie-OP

Uruguay hofft weiter auf Suárez

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Ein Ausfall von Luiz Suárez würde Uruguay hart treffen.

Montevideo - Reicht es nur für eine Einwechslung im letzten Gruppenspiel? Oder kann Luis Suárez doch früher für Uruguay auflaufen. Aus dem Lager des WM-Vierten dringt eher vorsichtiger Optimismus.

Luis Suárez bleibt bis zum letzten Moment der Sorgenfall der uruguayischen Fußball-Nationalmannschaft. Mehr als vorsichtiger Optimismus ist aus dem Trainingslager des WM-Vierten in Montevideo nicht zu vernehmen. Dem am Donnerstag am Knie operierten Top-Torjäger droht die Zeit davonzulaufen. „Es ist sehr riskant, exakte Daten anzugeben“, betonte Auswahl-Mediziner Alberto Pan bei einer Pressekonferenz am Montag (Ortszeit).

Die Zeitung „Ovación“ wagte indes einen Ausblick: Costa Rica atme auf. Ein Einsatz von Suárez gegen den vermeintlich leichtesten Gruppengegner schloss das Blatt aus. Die Partie findet am 14. Juni statt. Es sei auch schwer, dass Suárez im zweiten Spiel fünf Tage später gegen seine englischen Kollegen aus der Premier League auflaufen könne - er hatte die Meisterschaft auf der Insel als bester Torjäger beendet und war sogar zum Spieler der Saison gekürt worden.

Er kenne ihn als Freund und Mannschaftskameraden vom FC Liverpool und wisse, „dass es ihn absolut killen würde, wenn er die WM verpasst“, sagte zuletzt Vereinskollege und England-Nationalspieler Steven Gerrard: „Er ist ein Kämpfer und wird alles tun, um fit zu werden. Aber falls nicht, kann es nur helfen. Er wird das verstehen.“

Coach will kein unnötiges Risiko eingehen

Gegen Italien am 24. Juni könnte es nach Einschätzung von „Ovación“ zu einem Platz auf der Bank reichen. Spekulationen, die die Verantwortlichen erst gar nicht öffentlich machen wollen. „Wir können keine absolute Gewissheit haben oder klare Zahlen nennen, aber die postoperative Phase ist bislang sehr gut verlaufen“, sagte Pan. Suárez sei aber nicht raus aus der WM.

Man habe keine Zweifel an Suárez' Willen und seinen körperlichen Voraussetzungen, betonte Nationalcoach Óscar Tabárez. Aber manches wisse man nicht, bis die Realität es zeige. „Es hilft ihm nichts, wenn wir die Prozesse beschleunigen oder ein unnötiges Risiko eingehen.“

Spätestens am 2. Juni wird man aber wissen, welches Risiko Tabárez bereit ist einzugehen. Dann muss er entscheiden und bekanntgeben, ob der rekonvaleszente Stürmerstar zum 23-köpfigen Kader gehört. Teamarzt Pan betonte, das Suárez sehr positiv sei. „Ich habe noch kein negatives Wort von ihm gehört und er sagt, dass es jeden Tag besser wird.“ Suárez sei schmerzfrei.

Der 27-jährige selbst, der vor gut einem Jahr noch mit seiner Beißattacke im Premier-League-Match gegen den FC Chelsea für Kopfschütteln und Sprachlosigkeit in der Fußball-Welt gesorgt hatte, gab sich zuletzt auch via Twitter hoffnungsfroh. „Die Stärke, die meine Lieben mir geben wird mich hart daran arbeiten lassen, die WM zu erreichen“, hatte er nach der Operation an seinem linken Knie mitgeteilt.

dpa

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