In ganz Europa

Uefa will Strafgesetz gegen Wettbetrug

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UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino fordert alle europäischen Staaten dazu auf, Wettbetrug in das Starfgesetz aufzunehmen.

Astana - Die Europäische Fußball-Union (UEFA) holt im Kampf gegen Spielmanipulation zum großen Schlag aus und nimmt dabei auch die Politik in die Pflicht.

Am Donnerstag stimmen die 54 UEFA-Mitgliedsverbände in Astana über eine Resolution zur „Wahrung der Integrität des Fußballs“ ab. Diese, so der Wunsch des Verbandes, solle dazu führen, dass Wettbetrüger künftig in ganz Europa mehr als nur Sperren und Geldstrafen zu befürchten haben.

„Wettbetrug gehört in das Strafgesetz“, sagte UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino vor dem 38. Ordentlichen UEFA-Kongress im Palast der Unabhängigkeit der kasachischen Hauptstadt: „Es ist wichtig, dass in allen europäischen Ländern dieser Betrug als Straftat aufgenommen wird. Wenn es ein Straftatbestand wird, dann ist es auch eine Pflicht, dem nachzugehen und das streng zu ahnden.“

In Deutschland wird Wettbetrug bereits mit Paragraf 263 („Betrug) des Strafgesetzbuches behandelt, die neue Bundesregierung plant laut des Koalitionsvertrages zudem ein übergreifendes Gesetz gegen Manipulationen im Sport, das die Straftatbestände Dopingbetrug und Wettbetrug beinhaltet.

`Wir möchten eine gemeinsame Grundlage in ganz Europa haben“, sagte Infantino: „Die UEFA ist nicht die europäische Polizei aber unsere Aufgabe besteht darin, die Verbände davon zu überzeugen, diese Resolution durchzusetzen.“

Grundsätzlich werden in dieser Bildungsangebote für Spieler, Schiedsrichter und Trainer, ein hochentwickeltes Überwachungssystem, die Kooperationen mit der Wettindustrie sowie die intensivierte Zusammenarbeit mit den Staatsbehörden festgelegt. „Es ist einfacher, wenn wir klare Standards schaffen“, sagte Infantino.

Die UEFA überwache bislang 32.000 Spiele, bei 0,7 Prozent werde derzeit „Alarm“ geschlagen, was noch nicht zwingend eine Spielabsprache bedeutet. „Das ist eine niedrige Zahl“, sagte Infantino: „Aber selbst 0,7 Prozent ist zu viel. Ein einziges Spiel ist zu viel.“

SID

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