U21: "Wollen Spanien weh tun"

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Gegen Spanien wollen die Deutschen in Israel aufdrehen

Tel Aviv - Das zweite Gruppenmatch bei der U21-EM in Israel ist für die deutsche Nationalmannschaft bereits ein „Endspiel“. Am Sonntag geht es gegen Topfavorit und Titelverteidiger Spanien.

Der Ton wird rauer in Tel Aviv. „Wir müssen ihnen weh tun. Wir müssen ihnen auf die Füße treten“, sagt Sebastian Rudy vor dem „Endspiel“ gegen Spanien. Dabei ist der Feintechniker von 1899 Hoffenheim eigentlich kein rustikaler Typ. Doch nach der Auftaktpleite gegen die Niederlande steht die deutsche U21-Nationalmannschaft im zweiten Gruppenspiel der EM in Israel mit dem Rücken zur Wand - da ist jedes Mittel recht.

„Der Druck“, sagt Stürmer Kevin Volland, „wird nicht weniger. Wir dürfen in dieser Situation nicht verkrampfen.“ Das Duell am Sonntag (20.30 Uhr/kabel eins) gegen den Titelverteidiger und Topfavoriten aus Spanien ist ein vorgezogenes Endspiel. Verliert die Mannschaft von Trainer Rainer Adrion, ist sie so gut wie ausgeschieden.

Adrion betonte am Samstag noch einmal seinen „Respekt vor der Offensivqualität“ der Iberer, eine Übermannschaft sei das Team aber nicht: „Sie sind verwundbar, wenn man die Angriffe stoppt und schnell umschaltet. Da gibt es oft Lücken im Mittelfeld. Wenn wir das Gegenpressing ausschalten, dann haben wir eine Chance“, so Adrion, der eine Manndeckung für Toptalent Isco (FC Malaga) ausschloss: „Wir werden ihn übergeben, übernehmen, auch bekämpfen. Aber es gibt niemanden, der für Isco abgestellt ist.“

Fest steht dennoch: Die Iberer sind der härteste Brocken in der „Todesgruppe B“, die mit Ausnahme von Russland die letzten vier Titelträger stellt. Ebenso wie Deutschland marschierte Spanien ungeschlagen durch die Qualifikation. Zum Auftakt ließ das Team von Trainer Julen Lopetegui (46) einen 1:0-Sieg gegen Russland folgen.

Auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung setzt Lopetegui neben Isco auf etablierte Jung-Stars wie Thiago Alcantara (Barcelona) oder Rodrigo (Benfica Lissabon) und hat in David de Gea von Manchester United einen bereits in jungen Jahren herausragenden Torhüter. Der Leverkusener Daniel Carvajal kehrt nach der EM zu Real Madrid zurück.

Und Deutschland? In Adrions Kader sucht man die Mega-Talente Mario Götze, Julian Draxler oder Ilkay Gündogan vergeblich. Das Team um den Kapitän und Leader Lewis Holtby (Tottenham Hotspur), besitze genug Qualität, hieß es im Vorfeld des Turniers. Trotzdem war die Nervosität zum Auftakt deutlich sichtbar.

Diese habe man abgelegt, sagt Rudy: „Wenn wir im Turnier bleiben wollen, muss jeder sofort alles geben.“ Die Leistungssteigerung gegen „Oranje“ macht Adrion Mut, dass sein Team den Ernst der Lage erkannt hat. „Die Mannschaft lebt, sie kämpft und hat körperliche Präsenz gezeigt“, sagt Adrion.

Seinen Torhüter Bernd Leno wollte er trotz der Unsicherheiten gegen die Niederlande nicht in Frage stellen: „Vielleicht sieht er beim zweiten Gegentor ein bisschen unglücklich aus, aber er ist selbstkritisch genug, um sich damit auseinanderzusetzen.“

Personelle Änderungen schloss Adrion nicht aus. Kevin Volland wird wohl Peniel Mlapa ersetzen, der mit Muskelproblemen für den Rest der EM ausfällt. Nicht zur Verfügung steht wegen eines fiebrigen Infekts zudem Christoph Moritz (Schalke 04). - Die voraussichtliche deutsche Aufstellung: Leno (Bayer Leverkusen) - Jantschke (Borussia Mönchengladbach), Thesker (1899 Hoffenheim), Ginter (SC Freiburg), Sorg (SC Freiburg) - Rudy (1899 Hoffenheim), Rode (Eintracht Frankfurt) - Volland (1899 Hoffenheim), Holtby (Tottenham Hotspur), Herrmann (Borussia Mönchengladbach) - Lasogga (Hertha BSC Berlin)

SID

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