Ausgangssperre verhängt

HSV völlig zerstritten - Magath im Gespräch

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Felix Magath

Hamburg - Hausarrest für Rafael van der Vaart und Co., Chaos in der Führung und weiter Gerüchte um eine Rückkehr von Felix Magath: Der Hamburger SV zerstört sich zur Zeit quasi selbst.

Der stark in der Kritik stehende Trainer Bert van Marwijk (61) vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV hat auf einer skurrilen „Pressekonferenz“ um seinen Job gekämpft und die Einheit bei dem abstiegsgefährdeten Traditionsklub beschworen. „Was die letzten Tage hier passiert ist, ist neu für mich. Ich habe das Gefühl, der Verein zerstört sich selbst. Das ist unglaublich schade für einen so schönen Verein“, sagte der Niederländer vor dem Viertelfinale im DFB-Pokal gegen Bayern München (Mittwoch, 20.30 Uhr/ARD und Sky).

Fragen ließ van Marwijk dabei nicht zu. Er gab lediglich ein Statement ab. Nach nur 2:19 Minuten war van Marwijks Auftritt vor der Presse wieder beendet. „Es ist ganz wichtig, jetzt mit einer Stimme zu sprechen und zusammenzuhalten“, sagte van Marwijk, der mit dem Bundesliga-Dino nach sechs Pleiten in Serie auf den vorletzten Tabellenplatz abgestürzt ist: „Das, was in den letzten Tagen passiert ist, ist das Gegenteil davon. Das macht es nicht einfach - auch für mich. Aber ich kann garantieren, dass wir, die Spieler und der Vorstand, zusammenhalten. Das ist der einzige Weg, um da rauszukommen.“

Van Marwijk war nach dem Chaos der letzten Stunden in Hamburg, in denen der Aufsichtsrat an seiner Entlassung sowie der Demission des Vorstandes um den Vorsitzenden Carl Jarchow und Sportdirektor Oliver Kreuzer gearbeitet hat, sichtlich bewegt. „Ich kann garantieren, dass wir bis zum Ende kämpfen, um nicht abzusteigen.“ Verteidiger Marcell Jansen (Wade) und Angreifer Pierre-Michel Lasogga (Oberschenkel) drohen gegen Bayern auszufallen, dafür kehrt Innenverteidiger Jonathan Tah zurück in den Kader.

Mitglieder des Aufsichtsrates wollen offenbar Klub-Ikone Felix Magath als neuen starken Mann an der Spitze des HSV installieren. Nach dem Pokal-Duell mit den Bayern reisen die Hanseaten am Samstag zum Abstiegs-„Endspiel“ beim Tabellenletzten Eintracht Braunschweig.

Klub-Präsident Jarchow hat nach außen gelassen auf die Führungskrise beim HSV reagiert. „Ob es für mich eine gute Situation ist oder nicht, ist nicht wichtig. Es geht um den HSV und darum, dass wir sehr wichtige Spiele vor uns haben. Darauf liegt mein Fokus“, sagte Jarchow, der zusammen mit Kreuzer am Sonntag beim HSV-Aufsichtsrat zum Rapport antreten musste.

An den „Gerüchten und Spekulationen“ rund um eine mögliche Rückkehr Magaths wolle er sich nicht beteiligen: „Dieser Vorstand ist berufen und ist im Amt. Wir, also Vorstand und Trainer, arbeiten täglich daran, dass es vorwärts geht. Das werden wir auch weiterhin tun. Für den Aufsichtsrat kann ich nicht sprechen.“

SID

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