Vereine pokern um die Kicker

Transferjagd auf WM-Stars: Auch Bayern mischt mit

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Keylor Navas soll beim FC Bayern Interesse geweckt haben.

Rio de Janeiro - Die 100-Millionen-Marke ist längst geknackt, die Jagd nach den WM-Topstars in vollem Gange. Neben den Topstürmern sind auch zuvor eher unbekannte Keeper heiß begehrt.

Pünktlich zum großen Showdown von Rio de Janeiro geht auch der Poker um die WM-Stars in die heiße Phase. Der FC Arsenal sicherte sich für rund 38 Millionen Euro Chiles Torjäger Alexis Sánchez. Die Wechsel von Luis Suárez und Toni Kroos zu Spaniens Top-Clubs sind nur noch Formsache und auch der FC Bayern will seine mit deutschen Finalisten gespickte Auswahl weiter aufwerten.

Den Anfang beim Wettbieten machten in der Endspielwoche wie so oft die finanzkräftigen Clubs aus Premier League und Primera División. Lukas Podolski, Mesut Özil und Per Mertesacker dürfen sich auf prominente Verstärkung vom FC Barcelona freuen. „Wie viele Leute beim World Cup diesen Sommer gesehen habe, ist Alexis ein fantastischer Fußballer und wir sind begeistert, dass er zu uns nach Arsenal kommt“, frohlockte der Coach der Londoner, Arsene Wenger, über die Verpflichtung von Sanchez, der bei der WM doppelt getroffen hatte.

Besonders Torhüter von kleineren Nationen haben sich mit ihren Leistungen in Brasilien in den Fokus gespielt. Mexikos Guillermo Ochoa, dessen Reflexe für Aufsehen gesorgt hatten, wird ganz heiß bei Atlético Madrid gehandelt. Costa-Ricanischen Medienberichten zufolge soll für Keylor Navas ein Transfer von UD Levante zum FC Bayern bevorstehen. „Er sieht sich einer großen Herausforderung gegenüber, wenn er bei Bayern brillieren will“, titelte „la Nación“.

Von ihren WM-Fahrern haben die Münchner bereits Stürmer Mario Mandzukic zum Champions-League-Finalisten Atlético für kolportierte 22 Millionen Euro veräußert. Der stark aufspielende Kroos dürfte noch etwas mehr einbringen, der Rekordmeister muss sich offenbar nur noch mit Atléticos Stadtrivalen Real über die Ablöse einigen.

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„Wir haben gegenseitig unsere Vorstellungen ausgetauscht. Wenn etwas passiert, erfahren Sie es als erste“, sagte Sportvorstand Matthias Sammer diese Woche vor dem WM-Finale zwischen Deutschland und Argentinien. Chiles Arturo Vidal ist nicht nur beim deutschen Branchenprimus, sondern auch bei Manchester United ein Dauerthema. Rund um den englischen Traditionsclub wird mit Spannung beobachtet, ob und wie viele seiner niederländischen WM-Halbfinalisten der neue Coach Louis van Gaal mit ins Old Trafford bringt.

Schon vor der K.o.-Runde des Weltturniers hatte Europas Elite mehr als 100 Millionen Euro investiert - Tendenz steigend: Dank Paris St. Germain darf sich der Brasilianer David Luiz teuerster Abwehrspieler der Welt nennen. Cesc Fabregas war dem FC Chelsea rund 35 Millionen Ablösesumme an den FC Barcelona wert, der wiederum nach Liverpools Luis Suárez greift.

Dem Torschützenkönig der englischen Liga konnte auf dem Transfermarkt noch nicht einmal seine erneute Beißattacke schaden - dass es durch eine WM mit dem Marktwert nicht immer nach oben gehen muss, erlebte hingegen Italiens Stürmer Mario Balotelli. Eigentlich wurde er in der Premier League gejagt, doch das Interesse flachte nach dem Vorrundenaus ab. Der große Verlierer der WM sei er selbst, klagte deshalb AC Mailands Boss Silvio Berlusconi. „Ich wollte Balotelli für einige Millionen an einen englischen Verein verkaufen. Aber wer kauft ihn nach dieser WM noch?“

dpa

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