Anhänger fühlen sich durch profitorientierte Maßnahmen übergangen

Frings schlägt Alarm wegen Entfremdung von den Fans: „So kann es nicht weitergehen“

Torsten Frings
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Torsten Frings

Torsten Frings schlägt Alarm. Er sieht in der Entfremdung der Vereine von ihren Fans ein großes Risiko und fordert einen konstruktiven Dialog der DFB-Verantwortlichen mit den Anhängern.

München - Ex-Nationalspieler Torsten Frings hat die Entfremdung des deutschen Fußballs von seinen Fans kritisiert und ein Umdenken gefordert. "So kann es nicht weitergehen. Es ist für alle Beteiligten an der Zeit, sich an einen Tisch zu setzen und gemeinsam zu überlegen, wie man dieser Entwicklung entgegensteuern kann", sagte der 41-Jährige. Frings solidarisierte sich dabei mit dem FC PlayFair, der bereits 2017 auf eine solche Entwicklung hingewiesen hatte.

Frings sprach sich für einen konstruktiven Dialog der Verantwortlichen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit den Fans aus. "Der DFB hat mit der Verpflichtung von Jürgen Klinsmann und Jogi Löw schon einmal gezeigt, dass er zur kritischen Analyse und zur richtigen Reaktion darauf durchaus in der Lage ist. Jetzt ist es an der Zeit, noch einmal richtig zu reagieren", sagte der 79-malige Nationalspieler.

Der DFB und die Deutschen Fußball Liga (DFL) hatten zuletzt den Dialog bereits gesucht. Erst im Juni trafen sich hochrangige Verantwortliche zum regelmäßigen Austausch mit der AG "Fankulturen", mit am Tisch saßen Fanvertreter, Fanbeauftragte sowie Fanprojektmitarbeiter. Unter anderem wurde bei den Treffen ein Bekenntnis zu Beibehaltung von Stehplätzen abgegeben, auch die Aussetzung von Kollektivstrafen sowie ein Pilotprojekt zur Freigabe und Vereinheitlichung von Fanutensilien wurde beschlossen.

Der FC PlayFair hatte 2017 eine Studie mit fast 18.000 Fans aller Vereine der ersten und zweiten Bundesliga vorgelegt. Das Ergebnis: Die Fans fühlen sich durch profitorientierte Maßnahmen, wie zum Beispiel zu viele Anstoßzeiten, übergangen. Zuletzt hatte der Verein auch einen Antrag bei der UNESCO gestellt, die Fußball-Fankultur zum immateriellen Weltkulturerbe zu erklären.

SID

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