Keine Mehrheit

Torlinientechnik: Klubs trotz Bayern-Vorstoß uneins

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Sorgte beim Pokal-Finale für Ärger: das (Nicht-)BVB-Tor.

Frankfurt - Die Einführung der Torlinientechnik in der Fußball-Bundesliga liegt trotz des Vorstoßes von Rekordmeister Bayern München in weiter Ferne.

Laut einer Umfrage des kicker gibt es unter den Erstligisten nach wie vor keine Mehrheit für die Technik. Demnach sind schon wie bei der Abstimmung im März nur neun Vereine dafür. Für die Einführung wäre aber eine Zweidrittel-Mehrheit (zwölf Ja-Stimmen) notwendig.

„Ich fände es seltsam, wenn aufgrund des Pokalfinals noch einmal abgestimmt werden sollte“, sagte Sportchef und Technik-Gegner Klaus Allofs vom VfL Wolfsburg: „Wir können nicht so lange abstimmen, bis jeder sein Ergebnis hat.“ Ähnlich sieht es Manager Christian Heidel vom FSV Mainz 05: „Es würde mich wundern, wenn ein Verein jetzt seine Meinung ändert.“

Die erneute Debatte über die Torlinientechnik war nach dem nicht anerkannten Treffer des Dortmunders Mats Hummels im DFB-Pokalfinale zwischen Bayern München und Borussia Dortmund (2:0 n. V.) aufgekommen.

Erst vor zwei Monaten hatten sich die 36 deutschen Profiklubs mehrheitlich gegen die Einführung der technischen Hilfe für die Schiedsrichter ausgesprochen. Als Argumente führten die Gegner damals die hohen Kosten und die angeblich noch nicht ausgereifte Technik an.

Die Bayern wollen diese Entscheidung revidieren. Der Double-Gewinner hat am Mittwoch die Einführung der Torlinientechnik für die Bundesliga beantragt. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) erklärte daraufhin, dass der Antrag bei der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung (voraussichtlich Anfang Dezember) behandelt wird.

Falls sich die Vereine Ende des Jahres für die Technik entscheiden, will sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) anschließen. Dann soll die Technik ab den Viertelfinals im Pokal zum Einsatz kommen.

sid

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