Halbfinale der Supercopa

Toni Kroos mit Traumtor für Real Madrid - Ein Sänger, ein FCB-Star und ein Moderator feiern ihn

Toni Kroos hat Real Madrid mit einem sensationellen Treffer gegen den FC Valencia ins Finale der spanischen Supercups geschossen. Allerdings hat den Treffer kaum einer gesehen...

  • Toni Kroos spielt seit 2014 für Real Madrid
  • Mit einem Traumtor schoss der DFB-Star die Königlichen jetzt ins Supercup-Finale
  • Allerdings war diese Partie nicht im spanischen TV zu sehen

München - Für seine Zauber-Ecke Marke „Tor des Jahres“ genügte Schlitzohr Toni Kroos ein einziger Schritt Anlauf. Torhüter Jaume Domenech vom FC Valencia war am Fünfmeterraum gerade dabei, seine Abwehr zu dirigieren, als der Maestro von Real Madrid kurzentschlossen kunstvoll schoss - und traf! Ein „Geniestreich“, schwärmte nicht nur Real-Trainer Zinedine Zidane

„Bravo, Toni, was für ein Tor!“, twitterte Kroos' Weltmeisterkollege Thomas Müller, NBA-Jungstar Luka Doncic schickte zwei Zauberer-Zylinder. Und die Madrider Sportzeitung AS schwärmte: „Ein Tor so schön wie schlau. Von dieser Ungeheuerlichkeit spricht der ganze Planet!“

Dass es so geklappt habe, "ist sicher sehr ungewöhnlich", sagte Kroos bei Sport1, „aber der Schuss ist nicht der Allerschwerste“. Wobei: Ein „Gol Olimpico“, wie direkt verwandelte Ecken in Spanien genannt werden, war im Real-Trikot zuletzt Davor Suker im Dezember 1997 gelungen.

Auch auf Instagram zeigte Kroos sein Tor und wurde von berühmten Kollegen gefeiert. Johannes Strate, Frontsänger der Band Revolverheld, schrieb: „Wie einst Mario Basler“. Bruder Felix Kroos, angestellt bei Union Berlin, witzelte: „Du Schlingel“. Moderator Kai Pflaume kommentierte: „Du bist ein Irrer. Top“. Auch Ex-Nationalmannschaftskollege und ehemaliger Teamkollege beim FC Bayern Thomas Müller feierte den Mittelfeldspieler. 

Toni Kroos: Eckball-Tor - Real Madrid steht dank Traum-Bude im Supercopa Finale

Doch das Wunderwerk des Nationalspielers zur 1:0-Führung (16.) beim 3:1 Reals im Halbfinale des spanischen Supercups hatte einen kleinen Schönheitsfehler: Live war es im spanischen TV nicht zu sehen. Darüber hinaus gelang auch Team-Kollege Luka Modric ein herrliches Tor, was die Fans ebenfalls nicht live zu sehen bekamen.

Staatssender RTVE hatte unter ausdrücklichem Verweis auf die Menschenrechtslage im Austragungsland Saudi-Arabien auf einen Rechteerwerb verzichtet, Privatsender schlossen sich an.

Und obwohl die Königlichen um Kroos laut Hausblatt Marca schön „wie aus 1001 Nacht“ spielten, wurden die Kritiker bestätigt.

Toni Kroos darf nach seinem Eckball-Tor jubeln.

Der spanische Verband habe sich mit der angeblich 120 Millionen Euro schweren Vergabe des reformierten Turniers an Saudi-Arabien bis 2022 einer „Schande“ schuldig gemacht, kommentierte das Blatt Super Deporte aus Valencia: „Alles war sogar noch viel schlimmer als befürchtet.“

Das Blatt kritisierte, dass sich Luis Rubiales, Chef des spanischen Verbandes RFEF, auf der Tribüne des King Abdullah Sports City Stadiums in Dschidda mit lokalen Würdenträgern gezeigt hatte. „Glückwunsch, Rubiales“, lautete eine Schlagzeile.

Toni Kroos und sein Eckball-Tor: Eine Traumbude, die kaum jemand sieht

Am Donnerstag treffen im zweiten Halbfinale der FC Barcelona und Atletico Madrid aufeinander. Auch diese Partie wird nicht im spanischen TV übertragen. „Letztlich ist es doch so: Fußball ist ein Geschäft geworden und trachtet nach Einnahmen“, sagte Barca-Coach Ernesto Valverde vor dem zweiten Halbfinale am Donnerstagabend gegen Atletico, „deshalb sind wir alle hier“.

Umso trauriger ist es, dass die Fans solche Traumtore wie die von Toni Kroos nicht zu sehen bekommen - wenn auch aus nachvollziehbaren Gründen. 

fs/dpa

Rubriklistenbild: © Screenshot @Twitter/FutbolBible

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