Neuzugang schwärmt von Bayern

Thiago: "Javi hat mir nur Gutes berichtet"

München - Gerade einmal ein paar Stunden war Pep Guardiolas Wunschspieler Thiago Alcantara in München, da schwärmte er schon von der Stadt und seinem neuen Arbeitgeber. Im Vorfeld hatte er sich bei Javi Martinez erkundigt.

Arm in Arm mit Freundin Julia schlenderte der neue Bayern-Star Thiago Alcantara durch die Münchner Innenstadt. „Rundum glücklich“ fühlte sich der Wunschspieler von Pep Guardiola bereits wenige Stunden nach seiner Ankunft im sommerlichen Bayern - und sieht sich am Startpunkt eines „Abenteuers mit großer Lust“. Titel wie in der Vorsaison sind das Ziel des 22-Jährigen, der schon vor seinem ersten Ballkontakt vom neuen Arbeitgeber schwärmte. „Das ist eine der besten Mannschaften der Welt.“

Für insgesamt 25 Millionen Euro lotste der Bundesliga-Krösus den zum besten Spieler der U-21-EM gekürten Thiago vom FC Barcelona zum FC Bayern. Guardiola wollte den Alleskönner im Mittelfeld unbedingt haben. „Wir kennen uns schon eine lange Zeit, er ist ein Trainer, der mir großes Vertrauen schenkt. Ich bin ein großer Fan von seiner Art, Fußball spielen zu lassen. Es gibt nur wenige Trainer auf der Welt mit seinen Fähigkeiten. Er war sicherlich auch ein wichtiger Grund für mich, nach München zu wechseln“, sagte Thiago dem vereinseigenen Internetsender fcb.tv. „Ich glaube auch, dass die Ankunft von Pep Guardiola noch einen zusätzlichen Schub geben wird.“

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Als Wunschspieler von Guardiola („Thiago oder nix!“) hat Thiago natürlich beste Einsatzchancen im harten Konkurrenzkampf im Mittelfeld. Der nur 1,72 Meter große Mini-Xavi ist stark im eins gegen eins, am Ball brillant, passsicher, torgefährlich und für Guardiola ein „super, super Spieler“. Und er ist, das gefällt dem spanischen Starcoach besonders gut, vielseitig einsetzbar. „Auf der Acht, der Zehn, der Sieben, der Sechs und der Elf“, betonte der Trainer. Den sogenannten falschen Neuner in der Offensivzentrale kann er auch spielen. Beachtliche 14 Titel stehen in der noch jungen Karriere zu Buche.

Mit Landsmann und nun auch Bayern-Kollegen Javi Martinez habe er schon Kontakt gehabt, berichtete Thiago. „Er hat mir ausschließlich Gutes berichtet. München ist eine spektakuläre Stadt mit einem tollen Flair und einer großen Begeisterung für den Fußball“, hob der Sohn aus einer Sportlerfamilie hervor. Sein Vater ist der brasilianische Weltmeister Mazinho, seine Mutter war Volleyballerin.

Seine nun ehemaligen Barça-Teamkollegen sieht er am 24. Juli in der Münchner Arena zum Spiel um den „Uli-Hoeneß-Cup“ wieder. Vor zwei Jahren spielte Thiago Alcantara bereits schon einmal dort - im Finale des Audi Cups 2011 schoss er den FC Barcelona mit zwei Toren zum Sieg gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister. Eine Niederlage gab es dagegen erst kürzlich für ihn gegen die Bayern-Profis. Beim 0:3 im Rückspiel des Champions-League-Halbfinales wurde er in der letzten halben Stunde für Andrés Iniesta eingewechselt.

„Wie die meisten deutschen Mannschaften ist Bayern physisch sehr stark, darüber hinaus sind sie sehr flexibel, ihre Spielweise ist sehr offensiv mit sehr schnellen Spielern. Sie sind technisch stark, können gut aus der eigenen Defensive herausspielen und im Abschluss sind sie Cracks“, schilderte Thiago Vorzüge seines neuen Clubs, die ihm noch in bester Erinnerung sind.

dpa

Alles zu Thiago Alcantara bei tz-online.de.

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