Kritik an Vergütung

Zwanziger: Niersbach ein Heuchler

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Theo Zwanziger (r.) attackiert seinen Nachfolger als DFB-Präsident, Wolfgang Niersbach, heftig.

Berlin - Es fliegen erneut Giftpfeile: Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger hat seinen Nachfolger Wolfgang Niersbach scharf angegriffen. Es geht um Geld.

Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger hat seinen Nachfolger Wolfgang Niersbach scharf angegriffen. In einem Interview der „Rhein-Zeitung“ (Samstag) warf Zwanziger dem Boss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Zusammenhang mit dessen Vergütung durch den Verband „Heuchelei“ vor und sprach Niersbach eine Vorbildrolle ab.

Man könne sich „doch nicht bei Hunderttausenden von Menschen, die unter Ehrenamt im Fußball etwas ganz anderes verstehen, aus der Kasse des DFB Vergütungen in einer deutlich sechsstelligen Größenordnung zahlen lassen“, kritisierte Zwanziger und fügte hinzu: „Das ist Heuchelei. Der DFB ist schließlich ein gemeinnütziger Verband.“

Zwanziger: "Das hat mir damals nicht gefallen"

Zwanziger bemängelte, dass beim Wechsel an der DFB-Spitze „ein Weg gewählt wurde, den ich nicht akzeptiert habe. So wurde offenbar, wie es der DFB in einer Presseerklärung eingeräumt hat, über eine Betriebsrente ein Ausgleich zwischen der Aufwandsentschädigung für einen DFB-Präsidenten und dem Gehalt eines Generalsekretärs gesucht.“ Diesen Posten hatte Niersbach zuvor bekleidet.

Für Zwanziger sei eine Vorbildfunktion Niersbachs, „die man gemeinhin an einen ehrenamtlichen Präsidenten knüpft, nicht gegeben. So zu tun, als sei man aus einem Hauptamt ausgeschieden und wäre jetzt quasi der Heilsbringer der Nation und verzichte auf viel Geld; nein, das hat mir damals nicht gefallen und gefällt mir auch heute nicht“, begründete er seine Abkehr vom DFB.

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dpa

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