Generalprobe geglückt

VfB schießt sich gegen Gladbach für Pokal warm

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Cristian Molinaro und der VfB Stuttgart sind für das Pokalspiel gegen Freiburg gerüstet.

Stuttgart - Dem VfB Stuttgart ist mit einem Heimsieg die Generalprobe für das Pokal-Halbfinale am Mittwoch geglückt. Das Team von Bruno Labbadia gewann gegen Mönchengladbach.

Herber Rückschlag für Borussia Mönchengladbach im Kampf um die Plätze in der Europa League: Beim ansonsten heimschwachen VfB Stuttgart unterlagen die harmlosen und phasenweise unglücklichen Fohlen mit 0:2 (0:2) und verpassten damit die Chance, zumindest auf Rang sechs in der Bundesliga vorzurücken. Dem VfB dagegen gelang mit seinem ersten Heimsieg seit dem 8. Dezember eine perfekte Generalprobe für sein Halbfinale im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg am kommenden Mittwoch (20.30 Uhr/ARD und Sky).

Gladbach musste bereits ab der elften Minute ohne Harvard Nordveidt auskommen, der mit blutender Nase vom Feld ging. Den Gästen verloren in Abwesenheit des Norwegers die Ordnung in der Defensive. Zu allem Überfluss leitete danach Alvaro Dominguez die Niederlage durch einen Treffer ins eigene Netz ein (28.), kurz darauf überlistete Christian Gentner die Abwehr der Borussen (33.). Gladbach war in der Offensive zu schwach, um den Rückstand aufzuholen. Stuttgart blieb vor 53.430 Zuschauern nach der Pause besser, vergab aber weitere gute Chancen.

„Wir haben nicht schlecht gespielt, kriegen aber Tore, die eine Menge kaputt machen“, sagte Gladbachs Trainer Lucien Favre, der von dem Gerede über einen Europacup-Platz nichts mehr hören will: „Wir müssen das vergessen und an der Seite lassen. Wir dürfen nicht die letzte Saison mit dieser vergleichen, das ist unmöglich.“

Dagegen war sein Stuttgarter Kollege Bruno Labbadia rundum zufrieden. „Das Spiel tut uns gut. Es ist das erste von drei Heimspielen in dieser Woche, es wäre schön, wenn es so weitergeht. Das Spiel trägt dazu bei, dass die Stimmung gut ist.“

Die Borussia muss im Kampf um einen Platz in der Europa League nun auch ein wenig auf Schützenhilfe des VfB hoffen: Stuttgart hat am kommenden Sonntag den Gladbacher Mitkonkurrenten SC Freiburg in der Bundesliga zu Gast. Beide Mannschaften treffen außerdem schon am Mittwoch aufeinander, auch dabei geht es um die Europa League. Sollte am Dienstag Rekordtitelträger Bayern München sein Halbfinale gegen den VfL Wolfsburg gewinnen, wäre der Pokalfinalist automatisch international spielberechtigt.

Nach eher verhaltenem Beginn bei sommerlichen Temperaturen hatte der VfB die erste gute Chance des Spiels, Alexandru Maxim allerdings schoss den vom quirligen Ibrahima Traore gut quergelegten Ball neben das Tor (6.). Wenig später klärte Marc-Andre ter Stegen herausragend einen Kopfball von Martin Harnik (11.) - zu einem Zeitpunkt, als die die Gladbacher gerade in Unterzahl waren: Nordveidt war nach einem Zusammenprall mit Georg Niedermeier vom Feld gegangen, für ihn kam Granit Xhaka.

Der zuletzt gesperrte Niedermeier war eine von zwei Änderungen in Labbadias Anfangsformation. Der Abwehrspieler und der ebenfalls zuletzt gesperrte Martin Harnik rückten für Shinji Okazaki und den angeschlagenen Serdar Tasci in die Mannschaft. Vor der außerplanmäßigen frühen Auswechslung von Nordveidt hatte Lucien Favre dagegen nur eine Änderung vorgenommen: Tolga Cagerci erhielt den Vorzug vor Amin Jounes - und hatte auch die erste gute Chance für Gladbach: Seine Schuss strich nur knapp am Tor vorbei (17.). Danach gelang der Borussia nach vorne wenig.

Die Gäste blieben auch nach der Verletzung des langen Nordveidt vom Pech verfolgt: Einen Eckball des erneut starken Rumänen Maxim lenkte Dominguez bedrängt von Vedad Ibisevic unglücklich ins eigene Tor. Keine fünf Minuten ließen sich die Gladbacher dann übertölpeln. An der linken Strafraumgrenze nutzte Gentner ein Missverständnis zwischen dem viel zu passiven Tony Jantschke und ter Stegen, mit rechts lupfte er den Ball dabei elegant über den erstaunlich weit aus seinem Tor geeilten Schlussmann ins Netz.

Keeper-Klöpse! Legendäre Torhüter-Pannen in der Bundesliga

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Auch Klasse-Keepern passieren mal Fehler - wir haben hier einige unvergessene seit dem Jahr 2000 für Sie zusammengestellt © dpa
30. September 2000 (Hertha BSC - 1. FC Köln 4:2): Markus Prölls Kölner Mannschaftskollege Dirk Lottner hat soeben per Elfmeter das 2:0 erzielt. Der FC-Keeper wartet auf den Wiederanstoß. Weil Pröll zu weit vor seinem Tor steht, schießt der Berliner Alex Alves (r., hier in einer Jubelszene) direkt aufs Tor - und zirkelt den Ball in den Torwinkel. © Getty
3. März 2001 (Hansa Rostock - Bayern München 3:2): In den Schlussminuten stürmt Nationaltorhüter Oliver Kahn in den gegnerischen Strafraum und faustet den Ball nach einem Eckball ins Rostocker Tor. Der „Titan“ sieht die Gelb-Rote Karte wegen absichtlichen Handspiels, die Bayern verlieren die Begegnung. © Getty
6. April 2002 (Energie Cottbus - Borussia Mönchengladbach 3:3): Nach einem abgefälschtem Schuss von Gladbachs Marcel Witeczek bleibt Energie-Schlussmann Tomislav Piplica wie angewurzelt auf der Torlinie stehen. Der Ball fällt ihm auf den Kopf und von dort ins Tor. © dpa
17. April 2004 (Schalke 04 - Bayer Leverkusen 2:3): In der 76. Minute trifft Leverkusens Keeper Jörg Butt per Foulelfmeter zum 3:1 und lässt sich ausgiebig feiern. Als er ins eigene Gehäuse zurücktrabt, ist der Ball bereits unterwegs. Schütze war der Schalker Mike Hanke aus dem Anstoßkreis heraus. © Getty
19. Februar 2006 (1. FC Kaiserslautern - Arminia Bielefeld 2:0): Bielefelds Schlussmann Mathias Hain will eine Ecke verhindern und eine Rückgabe weiterleiten - und schaufelt den Ball direkt vor die Füße von Lauterns Boubacar Sanogo, der den Ball ungehindert einschießt. © Getty
4. April 2009 (VfL Bochum - VfB Stuttgart 1:2): Stuttgarts Keeper Jens Lehmann fängt eine Flanke des VfL ab und segelt mit dem Ball ins eigene Tor. © Getty
4. Oktober 2009 (Hertha BSC - Hamburger SV 1:3): Herthas Ersatzkeeper Sascha Burchert sorgt für einen „Trottel-Doppelpack“. Zweimal kommt der Blondschopf weit aus seinem Tor gelaufen, um per Flugkopfball zu klären. Der Ball landete jedoch vor den Füßen der Hamburger David Jarolim und Ze Roberto, die Burchert aus 25 bzw. 40 Metern überlupfen. © Getty
7. August 2011 (FSV Mainz 05 - Bayer Leverkusen 2:0): Fabian Giefer im Tor der Mainzer will den Ball nach einer Rückgabe direkt weiterspielen - und baut einen Querschläger. Sami Allagui bedankt sich und schiebt den Ball ins Tor. © Getty
7. August 2011 (Bayern München - Borussia Mönchengladbach 0:1: Der neue Bayern-Keeper Manuel Neuer fliegt in seinem ersten Bundesligaspiel für den Rekordmeister nach einem langen Pass an der Strafraumgrenze an Ball und Gegner vorbei. Gladbachs Igor De Camargo trifft per Kopf. © Getty
19. Januar 2013 (Fortuna Düsseldorf - FC Augsburg 2:3): Nach einem langen Pass köpft der Düsseldorfer Juanan zu seinem Torhüter Fabian Giefer zurück, der den Ball jedoch durch die Beine rutschen lässt. Der Augsburger Sascha Mölders war Nutznießer beim 1:0 wie auch beim 3:0, als Giefer den FC-Stürmer anschießt und der Ball von dessen Hinterteil ins Tor trudelt. © Getty

SID

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