Erstliga-Freitagsspiel

VfB Stuttgart beendet Hertha-Heimserie

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Der Stuttgarter Christian Gentner (M) jubelt nach seinem Treffer zum 0:1.

Berlin - Mit einem überragenden Sven Ulreich im Tor hat der VfB Stuttgart der Berliner Hertha die erste Heimniederlage seit 491 Tagen zugefügt und seinen Aufwärtstrend fortgesetzt.

Der Gäste-Keeper sicherte im Freitagspiel des 5. Spieltags der Fußball-Bundesliga mit einem halben Dutzend starker Paraden den glücklichen 1:0 (0:0)-Sieg der Schwaben in der Hauptstadt. Den entscheidenden Treffer markierte VfB-Kapitän Christian Gentner nach einer Standardsituation per Kopfball in der 49. Minute.

Aufsteiger Hertha war über weite Strecken das dominierende Team, konnte gegen die Stuttgarter Defensive aber keine der zahlreichen Chancen nutzen. Für die Berliner ist es die erste Heimpleite unter Trainer Jos Luhukay überhaupt. Zuletzt hatte Hertha im Olympiastadion am 10. Mai 2012 in der Bundesliga-Relegation gegen Fortuna Düsseldorf verloren (1:2).

Torschützenkönige in der Bundesliga seit 1990

Torschützenkönige in der Bundesliga seit 1990

2011/2012: Klaas-Jan Huntelaar (FC Schalke): 29 Tore © AP
2010/2011: Mario Gomez (FC Bayern), 28 Tore. © ap
2009/2010: Edin Dzeko (VfL Wolfsburg), 22 Tore © Getty
2008/2009: Grafite (VfL Wolfsburg), 28 Tore © Getty
2007/2008 (FC Bayern München), 24 Tore © Getty
2006/2007: Theofanis Gekas (VfL Bochum), 20 Tore © Getty
2005/2006: Miroslav Klose (Werder Bremen), 25 Tore © Getty
2004/2005: Marek Mintal (1. FC Nürnberg), 24 Tore © Getty
2003/2004: Ailton (Werder Bremen), 28 Tore © Getty
2002/2003: Giovane Elber (FC Bayern München), 21 Tore © Getty
2002/2003: Thomas Christiansen (VfL Bochum), 21 Tore © Getty
2001/2002: Martin Max (TSV 1860 München), 18 Tore © Getty
2001/2002: Marcio Amoroso (Borussia Dortmund), 18 Tore © Getty
2000/2001: Ebbe Sand (FC Schalke 04), 22 Tore © Getty
2000/2001: Sergej Barbarez (Hamburger SV), 22 Tore © Getty
1999/2000: Martin Max (TSV 1860 München), 19 Tore © Getty
1998/99: Michael Preetz (Hertha BSC), 23 Tore © Getty
1997/98: Ulf Kirsten (Bayer Leverkusen), 22 Tore © Getty
1996/97: Ulf Kirsten (Bayer Leverkusen), 22 Tore © Getty
1995/96: Fredi Bobic (VfB Stuttgart), 17 Tore © Getty
1994/95: Heiko Herrlich (Borussia Mönchengladbach), 20 Tore
1994/95: Mario Basler (Werder Bremen), 20 Tore © Getty
1993/94: Anthony Yeboah (Eintracht Frankfurt), 18 Tore © Getty
1993/94: Stefan Kuntz (1. FC Kaiserslautern), 18 Tore © dpa
1992/93: Anthony Yeboah (Eintracht Frankfurt), 20 Tore © dpa
1992/93: Ulf Kirsten (Bayer Leverkusen), 20 Tore © dpa
1991/92: Fritz Walter (VfB Stuttgart, links), 22 Tore © Getty
1990/91: Roland Wohlfahrt (FC Bayern München), 17 Tore © Getty
1989/90: Jörn Andersen (Eintracht Frankfurt), 18 Tore © Getty

Für den VfB war es im zweiten Spiel unter dem neuen Chefcoach Thomas Schneider der zweite Ligasieg und der zweite Sieg in Berlin in den vergangenen 22 Jahren. Die Berliner (7 Punkte) verpassten den möglichen Sprung auf den zweiten Tabellenplatz. Stuttgart kletterte mit nun sechs Zählern hinter Hertha auf Platz sieben.

Thomas Schneider setzte in seinem ersten Auswärtsspiel als VfB-Coach auf die Startelf, der gegen Hoffenheim beim 6:2 der Befreiungsschlag geglückt war. Neuzugang Karim Haggui saß nur auf der Bank. Sein Berliner Kollege Luhukay sorgte dagegen für mehrere personelle Ausrufezeichen und setzte auf Risiko. Die neuen Leihspieler, der 21-jährige Tolga Cigerci und Per Skjelbred, standen gleich in der Anfangsformation. „Wir haben sie nicht ohne Grund geholt“, sagte Luhukay vor dem Spiel dem TV-Sender „Sky“.

Defensiv-Routiniers wie Peer Kluge und Maik Franz waren gar nicht erst im Kader, trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Sebastian Langkamp und Alexander Baumjohann. Ronny war dafür nach dem Bundesliga-Aufstieg erstmals von Beginn an dabei: Offensiv sollte es also bei den Berlinern vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw zugehen. Und die Hertha legte entsprechend los.

Keeper-Klöpse! Legendäre Torhüter-Pannen in der Bundesliga

Keeper-Klöpse! Legendäre Torhüter-Pannen in der Bundesliga

Auch Klasse-Keepern passieren mal Fehler - wir haben hier einige unvergessene seit dem Jahr 2000 für Sie zusammengestellt © dpa
30. September 2000 (Hertha BSC - 1. FC Köln 4:2): Markus Prölls Kölner Mannschaftskollege Dirk Lottner hat soeben per Elfmeter das 2:0 erzielt. Der FC-Keeper wartet auf den Wiederanstoß. Weil Pröll zu weit vor seinem Tor steht, schießt der Berliner Alex Alves (r., hier in einer Jubelszene) direkt aufs Tor - und zirkelt den Ball in den Torwinkel. © Getty
3. März 2001 (Hansa Rostock - Bayern München 3:2): In den Schlussminuten stürmt Nationaltorhüter Oliver Kahn in den gegnerischen Strafraum und faustet den Ball nach einem Eckball ins Rostocker Tor. Der „Titan“ sieht die Gelb-Rote Karte wegen absichtlichen Handspiels, die Bayern verlieren die Begegnung. © Getty
6. April 2002 (Energie Cottbus - Borussia Mönchengladbach 3:3): Nach einem abgefälschtem Schuss von Gladbachs Marcel Witeczek bleibt Energie-Schlussmann Tomislav Piplica wie angewurzelt auf der Torlinie stehen. Der Ball fällt ihm auf den Kopf und von dort ins Tor. © dpa
17. April 2004 (Schalke 04 - Bayer Leverkusen 2:3): In der 76. Minute trifft Leverkusens Keeper Jörg Butt per Foulelfmeter zum 3:1 und lässt sich ausgiebig feiern. Als er ins eigene Gehäuse zurücktrabt, ist der Ball bereits unterwegs. Schütze war der Schalker Mike Hanke aus dem Anstoßkreis heraus. © Getty
19. Februar 2006 (1. FC Kaiserslautern - Arminia Bielefeld 2:0): Bielefelds Schlussmann Mathias Hain will eine Ecke verhindern und eine Rückgabe weiterleiten - und schaufelt den Ball direkt vor die Füße von Lauterns Boubacar Sanogo, der den Ball ungehindert einschießt. © Getty
4. April 2009 (VfL Bochum - VfB Stuttgart 1:2): Stuttgarts Keeper Jens Lehmann fängt eine Flanke des VfL ab und segelt mit dem Ball ins eigene Tor. © Getty
4. Oktober 2009 (Hertha BSC - Hamburger SV 1:3): Herthas Ersatzkeeper Sascha Burchert sorgt für einen „Trottel-Doppelpack“. Zweimal kommt der Blondschopf weit aus seinem Tor gelaufen, um per Flugkopfball zu klären. Der Ball landete jedoch vor den Füßen der Hamburger David Jarolim und Ze Roberto, die Burchert aus 25 bzw. 40 Metern überlupfen. © Getty
7. August 2011 (FSV Mainz 05 - Bayer Leverkusen 2:0): Fabian Giefer im Tor der Mainzer will den Ball nach einer Rückgabe direkt weiterspielen - und baut einen Querschläger. Sami Allagui bedankt sich und schiebt den Ball ins Tor. © Getty
7. August 2011 (Bayern München - Borussia Mönchengladbach 0:1: Der neue Bayern-Keeper Manuel Neuer fliegt in seinem ersten Bundesligaspiel für den Rekordmeister nach einem langen Pass an der Strafraumgrenze an Ball und Gegner vorbei. Gladbachs Igor De Camargo trifft per Kopf. © Getty
19. Januar 2013 (Fortuna Düsseldorf - FC Augsburg 2:3): Nach einem langen Pass köpft der Düsseldorfer Juanan zu seinem Torhüter Fabian Giefer zurück, der den Ball jedoch durch die Beine rutschen lässt. Der Augsburger Sascha Mölders war Nutznießer beim 1:0 wie auch beim 3:0, als Giefer den FC-Stürmer anschießt und der Ball von dessen Hinterteil ins Tor trudelt. © Getty

Besonders über Änis Ben-Hatira wurde der direkte Weg zum Tor gesucht. Der VfB aber stand konsequent hinter der Mittellinie und verhinderte das zuletzt erfolgreiche Umschaltspiel der Hausherren. Beste Gelegenheit war ein Volleyschuss von Ben Hatira (18. Minute), den Ulreich per Faustabwehr parierte. Versuche von Ronny (18.) und Adrian Ramos (25.) gingen über das Tor. Ansonsten schaffte es die Hertha nicht, die gute VfB-Organisation auszuhebeln.

Und Stuttgart? Lange war offensiv nichts zu sehen. Dann gab's doch noch die beste Chance der ersten Halbzeit. Einen Kopfball von Gentner nach einem Freistoß entschärfte Hertha-Schlussmann Thomas Kraft (40.) mit einem sensationellen Reflex. Kurz nach der Halbzeit hatte der Torwart dann keine Chance. Wieder stieg Gentner nach einem Eckball von Alexandru Maxim hoch und köpfte von Fabian Lustenbergers Stellungsfehler begünstigt zur VfB-Führung ein.

Hertha ließ aber nicht locker. Schon kurz darauf hätte Skjelbred (51.) mit seinem Premierentor den Ausgleich schießen können, scheiterte nach Vorarbeit von Ramos aber aus kurzer Distanz an Ulreich. Auch gegen Hosogai (59.) und John Anthony Brooks (66.) parierte dieser sehr geschickt und sicherten den VfB-Sieg.

Von Jens Mende

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