Streit um Polizeikosten: DFL reicht Klagebegründung ein

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Polizisten stehen in Bremen vor Spielbeginn vor dem Stadion. Die Einsatzkosten hat das Land Bremen der DFL in Rechnung gestellt. Foto: Jörg Sarbach

Frankfurt/Main (dpa) - Im juristischen Streit zwischen der Deutschen Fußball Liga und dem Bundesland Bremen über die Kosten für Polizeieinsätze bei bestimmten Bundesliga-Spielen hat die DFL ihre Ablehnung erläutert.

Nach ihrer Klage am 25. April reichte die DFL nach eigenen Angaben am Dienstag auch ihre ausführliche Klagebegründung beim Verwaltungsgericht Bremen ein.

Konkret hat das Land Bremen der Dachorganisation der deutschen Proficlubs bislang die Einsatzkosten für die Risikospiele zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV am 19. April 2015 sowie zwischen Werder und Borussia Mönchengladbach am 16. Mai 2015 in Rechnung gestellt. Sie belaufen sich auf insgesamt 653 176,11 Euro. Hinzu kommenden Forderungen von bis zu 1,1 Million Euro für drei weitere Spiele der Saison 2015/16, die das Land bislang nur angekündigt hat.

Die DFL hält diese Bescheide für rechtswidrig. Gewalttätigkeiten bei Fußballspielen seien ein "allgemeines, gesamtgesellschaftliches Problem", heißt es in einer Erklärung vom Mittwoch. "Die Finanzierung staatlicher Aufgaben, wie die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, durch Gebühren, bedarf einer besonderen Rechtfertigung. Eine solche ist für die Heranziehung der Fußballvereine und -verbände für die Kosten von Einsätzen im Umfeld von Fußballspielen aus Sicht der DFL nicht gegeben."

Mitteilung der DFL

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