Südkorea und Australien beim Asien-Cup im Halbfinale

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Heung-Min Son erzielt gegen Usbekistan die Tore für Südkorea. Foto: Joe Castro

Melbourne (dpa) - Bundesliga-Profi Heung-Min Son hat Südkorea den Traum vom ersten Titelgewinn beim Asien-Cup seit 54 Jahren erhalten - und auch Australien darf weiter auf einen Heimsieg beim Kontinental-Turnier hoffen.

Dank der Tore von USA-Legionär Tim Cahill (49./65. Minute) bezwangen die Socceroos in Brisbane das Team aus China mit 2:0 (0:0). Zwei Treffer des Leverkuseners Son in der 104. und 119. Minute verhalfen den vom Deutschen Uli Stielike trainierten Taeguk Warriors in Melbourne zum 2:0 nach Verlängerung gegen Usbekistan. Damit steht Südkorea wie 2007 und 2011 unter den besten Vier beim Asien-Cup.

Australien trifft im Kampf um den Einzug ins Endspiel am Dienstag in Newcastle auf Titelverteidiger Japan oder die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Südkoreaner bekommen es am Montag in Sydney mit dem Gewinner des Viertelfinal-Duells zwischen Iran und Irak zu tun.

Seine Mannschaft habe mit Leidenschaft und Hingabe gekämpft und damit die technischen Unzulänglichkeiten überspielt, sagte Stielike. "Ich bin nicht sicher, ob viele Teams nach drei Turnierspielen und ohne zwei ihrer Leistungsträger zu so einer Leistung fähig wären", erklärte der 60-Jährige, der in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" das Ende seiner Trainerkarriere für 2018 ankündigte. Stielike muss in Australien wegen Verletzungen auf den Mainzer Profi Ja-Cheol Koo und auf Chung-Yong Lee verzichten.

Gastgeber Australien sicherte sich bei seiner zweiten Teilnahme am Asien-Cup erneut den Einzug in die Vorschlussrunde. "Es ist unglaublich. Ich denke, wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht", sagte "Aussie"-Kapitän Mile Jedinak dem TV-Sender Fox nach dem Erfolg über die Chinesen. Mit dem Leverkusener Robbie Kruse und Mathew Leckie vom Zweitligisten FC Ingolstadt standen zwei in Deutschland tätige Profis in Australiens Startformation. Borussia Dortmunds Keeper Mitch Langerak kam dagegen erneut nicht zum Einsatz.

Der Einsatz des von einer fiebrigen Erkrankung genesenen Son in der Startelf machte sich für Stielikes Mannschaft im Viertelfinale vollauf bezahlt. Der 22 Jahre alte Bayer-Profi verwertete kurz vor Ablauf der ersten Hälfte der Verlängerung per Kopfball die Vorarbeit des Hoffenheimers Jin-Su Kim zum erlösenden 1:0. Kurz vor Schluss machte Son mit seinem zweiten Treffer den hoch verdienten Erfolg für den Asienmeister von 1956 und 1960 perfekt, der beim Turnier in Australien bisher mit Toren gegeizt hatte. Die Vorrunde hatte Stielikes Team nach drei 1:0-Erfolgen als Gruppen-Erster abgeschlossen.

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