Dortmunder BVB besiegt Eintracht Frankfurt mit 4:0

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Dortmunds Milos Jojic (r) jubelt mit Pierre-Emerick Aubameyang (l) über seinen Treffer zum 4:0.

DORTMUND - Als Pierre-Emerick Aubameyang seinen Salto schlug, war die Partie für Borussia Dortmund gelaufen. "Egal, wer die Tore schießt, die Hauptsache ist, wir gewinnen, und das war heute wichtig", sagte der Gabuner, der Eintracht Frankfurt beim 4:0 (2:0) wieder einmal zur Verzweiflung trieb.

Vier Tage zuvor hatte der 24-Jährige bereits den entscheidenden Treffer bei den Hessen zum Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals (1: 0) erzielt - und natürlich mit seinem obligatorischen Vorwärtssalto gebührend gefeiert. Nun erzielte er in der ersten Halbzeit seine Treffer 12 und 13. Aubameyang leistete somit in den vergangenen Tagen einen wesentlichen Beitrag auf dem Weg der Borussen zu altem Selbstbewusstsein. Niemand in der Bundesliga zweifelt an den Offensiv-Qualitäten des BVB. Doch Trainer Jürgen Klopp genießt derzeit den Luxus von zwei Ausnahmestürmern, die derzeit in beständiger Regelmäßigkeit treffen. Ein internes Rennen um die Torjäger-Kanone mit dem künftigen Münchner Robert Lewandowski, der gegen Frankfurt per Foulelfmeter (47.) seinen 14. Saisontreffer erzielte, scheint nicht ausgeschlossen.

Coach Klopp lag es fern, einen seiner Profis besonders in den Himmel zu loben. Der 46-Jährige registriert das Comeback seiner Mannschaft zu alter Stärke trotz anhaltender Verletztenmisere, denn noch immer fehlen fünf Stammkräfte. "Das war ein tolles Fußballspiel von meiner Mannschaft mit einer tollen Mentalität, stark von der ersten Sekunde an", stellte Klopp fest und ergänzte: "Auch haben wir die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht." Zudem bewies Klopp ein glückliches Händchen, als er den zwei Millionen Euro teuren Winterzugang Milos Jojic von Partizan Belgrad in der 67. Minute einwechselte und der 21 Jahre alte Serbe 17 Sekunden später mit dem ersten Ballkontakt den Schlusspunkt zum 4:0 setzte. Damit war gleichzeitig der 111. Liga-Erfolg von Klopp auf der Borussen-Bank und die Einstellung des Rekordes von Ottmar Hitzfeld besiegelt. "Das ist nur möglich, weil Borussia Dortmund ein großartiger Klub ist", so Klopp. "Wenn wir die Heimspiele zuvor alle gewonnen hätten, wären wir schon bei 114", ergänzte er im Rückblick auf die Negativserie im eigenen Stadion.

Für die Frankfurter waren die Borussen eine Nummer zu groß. "Wir haben das erste Gegentor zu früh bekommen, nach dem 0:2 war alles entschieden", äußerte Eintracht-Coach Armin Veh und stellte fest: "In der Bundesliga ist die Kluft der Spitzenklubs zu denen, die um den Klassenerhalt kämpfen, zu groß." Gegen den BVB habe die Eintracht nur eine Chance, wenn sie komplett antrete, einen guten Tag erwische und die Borussia müde sei. Seine Mannschaft, so Veh weiter, müsse sich nunmehr auf das Kellerduell am nächsten Sonntag gegen Werder Bremen konzentrieren: "Das ist ein ganz wichtiges Heimspiel für uns. Denn wenn man die Klasse halten will, muss man seine Heimspiele gewinnen." Und davon gab es in dieser Saison in Frankfurt bisher nur zwei.

SID

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