Duell der Giganten beginnt

Spaniens ewiger Zweikampf: Real oder Barca?

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Der FC Barcelona ist neben Real Madrid der große Favorit auf den spanischen Titel.

Madrid-Real Madrid und der FC Barcelona wollen unter ihren neuen Trainern Titel sammeln. Die Konkurrenz gilt vor dem Start der Primera Division als absolut chancenlos.

Im Gigantenduell um die spanische Fußball-Krone können sich Real Madrid und der FC Barcelona den Titel nur gegenseitig wegnehmen, die Konkurrenten in der Primera Division verkommen immer mehr zu Statisten. Die wichtigste Frage vor dem Saisonstart in La Liga am Wochenende lautet deswegen: Welches Topteam funktioniert unter dem neuen Trainer besser? Die Königlichen mit Starcoach Carlo Ancelotti - oder Barca mit Europa-Neuling Gerardo Martino?

„Natürlich ist der Druck da, in allen Wettbewerben ganz vorne zu landen. Aber den hat man bei Real immer“, sagte Madrids Nationalspieler Mesut Özil dem Sport-Informations-Dienst (SID). Der 24-Jährige geht mit dem spanischen Rekordmeister genau wie Sami Khedira bereits in seine vierte Saison. Klar, dass vor dem Auftakt am Sonntag gegen Betis Sevilla wieder nur Erfolge zählen: „Ich habe in drei Jahren bei Real Madrid drei Titel geholt, und diese Quote möchte ich beibehalten, eher noch verbessern.“

Entscheidend dafür wird sein, wie Ancelotti die Mannschaft nach dem Abgang von Jose Mourinho zum FC Chelsea einstellt. Der 54-Jährige, der für eine Ablöse von geschätzt 4,5 Millionen Euro vom französischen Meister Paris St. Germain nach Spanien kam, kann auf seine große Erfahrung bauen. Mit dem AC Mailand gewann der Italiener 2003 und 2007 unter anderem die Champions League.

„Wir haben einen neuen Trainer, einige neue Spieler - das Zusammenspiel hat aber bisher sehr gut funktioniert“, sagte Özil, der eventuell noch einen neuen Superstar zur Seite gestellt bekommt. Real will den Waliser Gareth Bale (24) vom englischen Erstligisten Tottenham Hotspur verpflichten, die astronomische Rekordablöse von 100 Millionen Euro steht im Raum.

Barcelona hat für seinen Königstransfer des Sommers hingegen insgesamt „nur“ 54 Millionen Euro hingelegt. Der brasilianische Dribbelkünstler Neymar (21) soll künftig an der Seite von Weltfußballer Lionel Messi wirbeln - und am besten für die Titelverteidigung in La Liga sorgen. Neymar, der vom FC Santos aus Brasilien kam, unterschrieb für fünf Jahre und will Barca gemeinsam mit dem neuen Coach „Tata“ Martino in die Zukunft führen.

Martino (50) ist wie Messi Argentinier, die Ikone von Messis Heimatklub Newell s Old Boys - und obendrein ein guter Freund von Messis Vater Jorge. Der Nachfolger des an Krebs erkrankten Tito Vilanova hat in Europa zwar (noch) keinen großen Namen, aber Messi als prominenten Fürsprecher. „Gerardo Martino ist ein großartiger Trainer“, sagte der 26-Jährige vor dem Auftaktmatch am Sonntag gegen UD Levante.

Seit 2005 krönten sich nur Madrid und Barcelona zum Meister, mit einem anderen Ausgang ist auch in dieser Saison nicht zu rechnen - allein schon wegen der finanziellen Möglichkeiten. Durch die Einzelvermarktung der TV-Rechte entstehen innerhalb der Liga gigantische Klassenunterschiede. Barcelona und Real kassieren jeweils rund 140 Millionen, Atletico Madrid und der FC Valencia, immerhin auch Spitzenklubs, bekommen 100 Millionen Euro weniger.

Auch die weiteren deutschen Spanien-Legionäre werden mit dem Ausgang der Meisterschaft kaum etwas zu tun haben. Der ehemalige Nationalspieler Marko Marin läuft gemeinsam mit Piotr Trochowski beim FC Sevilla auf. Der frühere Bayern-Profi Christian Lell geht in sein zweites Jahr für UD Levante, der Ex-Herthaner Patrick Ebert spielt erneut für Real Valladolid. Auch Markus Steinhöfer (Betis Sevilla) und der Deutsch-Portugiese Sergio da Silva Pinto (Levante) sind in dieser Saison auf der iberischen Halbinsel aktiv, beide wechselten ablösefrei.

Von Transferausgaben in Höhe von 252,35 Millionen Euro entfielen bislang 70 Millionen auf Real, 72,5 Millionen auf Barca. Bei den Einnahmen (insgesamt 400,77 Millionen) liegt Atletico Madrid mit 73 Millionen vorn. Der spanische Pokalsieger kassierte allein für den Transfer von Falcao zum AS Monaco 60 Millionen Euro.

SID

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