Der Schlagabtausch geht in die nächste Runde

So frech kontert der FC St. Pauli Rummenigges Kritik

Andreas Rettig konnte sich den Konter gegen Karl-Heinz Rummenigge nicht verkneifen.
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Andreas Rettig konnte sich den Konter gegen Karl-Heinz Rummenigge nicht verkneifen.

Karl-Heinz Rummenigge hat scharf gegen den FC St. Pauli und dessen Geschäftsführer Andreas Rettig geschossen - der Kiez-Klub kontert auf seine ganz eigene Art und Weise.

München - Mit Süffisanz hat der Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli auf eine Verbalattacke von Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge reagiert. Auf dem offiziellen Twitter-Account des Hamburger Kiez-Klubs gab Geschäftsführer Andreas Rettig eine „Stellungnahme“ in sieben Worten ab: „Karl-Heinz Rummenigge war ein erstklassiger Stürmer." Genüsslich garniert ist der Tweet mit dem Hashtag „50plus1bleibt“

Hintergrund des Streits war die Abstimmung auf der DFL-Mitgliederversammlung zur Beibehaltung der 50+1-Regel im deutschen Profifußball. Diese besagt, dass der Stammverein und seine Mitglieder eine Stimmenmehrheit in den, meist in Kapitalgesellschaften ausgegliederten, Profi-Fußballabteilungen besitzen müssen. Dies soll verhindern, dass externe Geldgeber zu viel Einfluss in den Klubs erlangen und nach Gutdünken über deren Zukunft entscheiden. 

Mehrheit der DFL-Klubs stimmt für die Beibehaltung  

Bei der Entscheidung am vergangenen Donnerstag über die Zukunft dieser Regel war dem FC St. Pauli, der sich explizit als kommerzkritisch versteht und dementsprechend für den Erhalt des Paragrafen gegen die Mehrheitsbeteiligung von Investoren kämpft, ein echter Coup gelungen. Gegen die Macht von Bundesliga-Giganten wie Bayern München oder RB Leipzig hatte der Zweitligist einen Antrag gestellt, der die Regel in ihrer Substanz nicht hinterfragt wird. Überraschend votierte eine Mehrheit der Mitglieder für diesen Antrag und schaffte damit Fakten. 

Fakten, die dem Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern Karl-Heinz Rummenigge offenbar überhaupt nicht gefielen. Zusammen mit RB Leipzig, dem FC Heidenheim und der SpVgg Greuther Fürth hatte der FC Bayern gegen den Antrag gestimmt. 

Rummenigge attackiert Rettig scharf - der schießt zurück

Am Montag nach der verlorenen Abstimmung nahm Rummenigge im Interview mit dem Kicker kein Blatt vor den Mund: Die DFL dürfe sich „nicht von Ideologen oder Zwecknostalgikern vorführen lassen“, St. Paulis Geschäftsführer habe ein "populistisches Spektakel“ aufgeführt. Dazu schob er nach: "Es befremdet mich, dass ein Zweitligist, der nach meinem Kenntnisstand noch nie in einem europäischen Wettbewerb mitgespielt hat, auf einmal nicht nur eine prominente, sondern auch dominierende Rolle einnimmt." Die Retourkutsche Rettigs auf den zweifelhaften Vorwurf ließ nicht lange auf sich warten. Dafür genügten ihm sieben Worte.

dk

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