Konflikt mit Axel Springer

Sky Deutschland sieht App-Debatte gelassen

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München - Sky Deutschland wirbt auf vielen Kanälen um Abonnenten. Eine neue App, die auch Nicht-Kunden einen Blick ins Programm ermöglicht, sorgt derzeit für Wirbel. Macht der Bezahlsender damit Springer Konkurrenz?

Sky Deutschland zeigt sich in der Debatte um einen möglichen Konflikt seiner neuen Sport-App mit einem Angebot von Axel Springer gelassen. Konzernchef Brian Sullivan gab sich am Dienstag bei der Vorlage der Quartalszahlen des Bezahlsenders zuversichtlich, alle Fragen mit den Beteiligten klären zu können. Das neue Sky-Angebot für Tablets und Smartphones diene nicht dazu, der kostenpflichtigen „Bild plus“-Bundesliga-App Konkurrenz zu machen. „Die Apps sind komplett unterschiedlich“.

Die seit vergangener Woche verfügbare Sky-App zeigt gegen eine monatliche Gebühr auch Nicht-Abonnenten des Senders den Live-Stream des Sky-Kanals Sky Sports News HD. Für 4,49 Euro monatlich kann das Programm so auch auf Smartphones oder Tablets geschaut werden. Bislang war das nur regulären Sky-Kunden möglich. Allerdings: Da das ganze Programm gezeigt wird, sind an Spieltagen auch die Berichte der jeweiligen Bundesligaspiele zu sehen.

Dass genau diese Möglichkeit Springers „Bild plus“ Konkurrenz machen könnte, glaubt Sullivan nicht. Dort können Fans auf Abruf eigens produzierte Highlights der Bundesligaspiele anschauen, in mehreren Varianten. In der Sky-App sind die Bilder allerdings früher verfügbar, denn „Bild plus“ darf erst eine Stunde nach Abpfiff auf den Markt. Die DFL hatte nach dem Start der App angekündigt, mit Sky und Springer reden zu wollen.

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Vor allem geht es dabei um die Frage, ob das umfassende Münchner Rechtepaket die App abdeckt. Das Modell, so wie es sich darstelle, „wirft in dieser Hinsicht einige Fragen auf“, hatte die DFL mitgeteilt. „Wir sind sicher, dass das was wir tun, völlig in Ordnung ist“, sagte Sullivan. Er setze auf die partnerschaftlichen Kontakte sowohl mit der DFL als auch mit Springer. Schließlich schalte Sky kaum woanders so viele Anzeigen wie bei „Bild“, sagte der Manager. Die Bundesliga startet am Freitag.

Wichtiger waren für Sullivan am Dienstag die Zahlen, denn der Bezahlsender arbeitet sich dank stetig wachsender Abo-Zahlen weiter aus der Verlustzone. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen schrieb Sky auch im zweiten Quartal schwarze Zahlen und verbuchte einen operativen Gewinn von knapp 37 Millionen Euro - ein Plus von fast 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um rund 15 Prozent auf gut 375 Millionen Euro. Unter dem Strich reichte es zwar nicht für ein positives Ergebnis. Allerdings hat Sky dies mit einem Verlust von 900 000 Euro zwischen April und Juni nur knapp verfehlt.

dpa

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