Braunschweig bezwingt Heidenheim

Sieg im Spitzenspiel: St. Pauli verkürzt Rückstand auf Freiburg

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Im Spitzenspiel waren die Hamburger am Ende vorne dran: Mit 1:0 gewann der FC St. Pauli gegen Heidenheim.

Hamburg - Der FC St. Pauli hat im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga drei Big Points gelandet. Eintracht Braunschweig hat den Höhenflug des 1. FC Heidenheim gestoppt.

Die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen besiegte im Topspiel den Tabellenführer SC Freiburg mit 1:0 (0:0) und schob sich auf den Relegationsplatz vor.

Das Tor des Tages erzielte Marc Rzatkowski (90.+1) in der Nachspielzeit. Freiburgs Hoffnungen auf die direkte Bundesliga-Rückkehr erhielten dagegen einen Dämpfer. Nach zuletzt acht Spielen ohne Niederlage musste das Team von Coach Christian Streich die erste Auswärtsniederlage der Saison einstecken.

Die 29.546 Zuschauer im ausverkauften Millerntor-Stadion bekamen lange Zeit sportliche Magerkost geboten. Freiburg, das zuvor in jedem Ligaspiel getroffen hatte, beherrschte zwar über weite Strecken die Partie und hatte deutlich mehr Ballbesitz. Doch St. Pauli stand defensiv sicher und gewann die entscheidenden Zweikämpfe, sodass Top-Torjäger Nils Petersen (10 Saisontore) nicht wie gewohnt zur Entfaltung kam.

Auch im zweiten Abschnitt blieben Offensiv-Aktionen zunächst rar. Weil Freiburg im Vorwärtsgang weiterhin kaum etwas zustande brachte, übernahm St. Pauli zunehmend das Kommando und kam zu Chancen. Erst scheiterten Rzatkowski (68.) und Lennart Thy (69.), dann köpfte Philipp Ziereis nach einem Fehler von SC-Keeper Alexander Schwolow freistehend drüber (72.).

Für St. Pauli dürfte das Spiel unterdessen ein finanzielles Nachspiel haben. Vor Beginn der zweiten Halbzeit brannten Anhänger des Kiezklubs wiederholt Bengalos ab, es droht erneut eine saftige Geldstrafe durch das DFB-Sportgericht.

Braunschweig bezwingt Heidenheim dank Khelifi

Eintracht Braunschweig hat den Höhenflug des 1. FC Heidenheim gestoppt und in der 2. Fußball-Bundesliga den Anschluss an die Aufstiegsplätze hergestellt. Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht setzte sich in einer schwachen Begegnung verdient mit 1:0 (0:0) durch. Für die Entscheidung sorgte Salim Khelifi (77.) erst in der Schlussphase.

Vor 20.340 Zuschauern taten sich beide Mannschaften in der ereignisarmen ersten Halbzeit schwer. Weder die Heidenheimer, die zuletzt zwei Siege ohne Gegentreffer gefeiert hatten, noch die Gastgeber konnten sich in einem lange enttäuschenden Spiel klare Chancen erspielen. Am ehesten hatte noch Braunschweigs Ken Reichel kurz vor der Pause die Möglichkeit zur Führung. Der Mittelfeldspieler scheiterte jedoch aus kurzer Distanz (43.).

Heidenheim hat noch nie gegen die Niedersachsen gewonnen und tat sich auch in der zweiten Halbzeit weiter schwer. Braunschweig hingegen fand offensiv langsam besser in die Begegnung und belohnte sich, als sich Khelifi den Ball außerhalb des Strafraums zurechtlegte und einfach abzog.

Beste Spieler des ehemaligen Bundesligisten waren Torhüter Rafal Gikiewicz und Marcel Correia, bei den Heidenheimern konnten Kevin Kraus und Smail Morabit überzeugen.

0:0 gegen Sandhausen: Bielefeld kann nicht mehr gewinnen

Arminia Bielefeld kann in der 2. Fußball-Bundesliga einfach nicht mehr gewinnen. Der Aufsteiger musste sich gegen den SV Sandhausen trotz einer engagierten Vorstellung mit einem enttäuschenden 0:0 begnügen und ist damit seit sieben Spielen ohne Dreier.

Vor 15.535 Zuschauern in der SchücoArena auf der Alm scheiterte die Arminia erneut an ihrer schwachen Chancenverwertung. „Ich habe keinem Torschussverbot erteilt“, hatte Trainer Norbert Meier vor dem Spiel über dieses chronische Problem gesagt. Seine Mannschaft agierte entsprechend mutig und versuchte alles, doch der überragende Marco Knaller im SVS-Tor war nicht zu bezwingen.

Der frühere SVS-Profi David Ulm hatte in der 19. Minute die erste einer ganzen Reihe guter Möglichkeiten, scheiterte mit seinem Lupfer aber an der Latte. In der zweiten Halbzeit setzte Bielefeld die Gäste phasenweise enorm unter Druck. Doch Kapitän Fabian Klos mit dem Kopf (51.), Tom Schütz per Aufsetzer (54.) oder erneut Ulm (56.) vergaben weitere Gelegenheiten.

Sandhausen, das mit einer Serie von drei Siegen nach Ostwestfalen gereist war, beschränkte sich auf vereinzelte Nadelstiche. Bielefeld stand in der Defensive aber meist sicher. Bei der Arminia gefielen vor allem Florian Dick und Brian Behrendt, Sandhausen hatte in Knaller und Tim Kister seine Besten.

SID

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