"Ein gewaltiges Gefühl für uns alle"

Shaqiri führt Schweiz im Land seiner Väter zur WM

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Xherdan Shaqiri brachte die Schweiz in Albanien in Führung.

Tirana - Mit einem 2:1 in Albanien machte die Schweiz die vorzeitige WM-Quali perfekt. Bayern-Profi Xherdan Shaqiri war mit der entscheidende Akteur.

 Nur zögerlich verriet Xherdan Shaqiris Miene den riesigen Erfolg der Schweizer Fußball-Nationalelf. Erst allmählich trat ein Lächeln in das Gesicht des Bayern-Profis, als er nach der vorzeitigen WM-Qualifikation frisch geduscht vor den Mikrofonen stand. „Wir waren alle froh, als das Match endlich fertig war und wir es geschafft haben“, sagte der Schweizer mit albanischen Wurzeln erleichtert nach dem entscheidenden 2:1-Erfolg in Albanien - einem für ihn „schwierigen“ und „emotionalen Spiel“.

„Das ist ein gewaltiges Gefühl für uns alle. Wir haben eine super WM-Qualifikation gespielt und uns das wirklich verdient. Jetzt wird sicherlich ein wenig gefeiert“, erklärte Shaqiri. Das Gruppenfinale gegen Slowenien am Dienstag wird für die Auswahl von Trainer Ottmar Hitzfeld so schon zur WM-Vorbereitung mit Testspiel-Charakter - statt zum zweiten Quali-Matchball.

In keinem ihrer neun Spiele in der Gruppe E blieben die Schweizer ohne Punktgewinn. So früh wie noch nie lösten die Profis das Ticket für die WM-Endrunde, souverän und konzentriert, wie die „Neue Zürcher Zeitung“ befand: „Sie brillierten nicht mit "Champagner-Fussball", wussten aber während kurzer Augenblicke mit schnellen Kombinationen zu gefallen.“

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Und das nur 1,69 Meter große Kraftpaket Shaqiri war dabei einer der Hauptdarsteller. „Shaqstarke Nati fährt nach Brasilien. WM, wir kommen!“, titelte die Online-Ausgabe der Boulevardzeitung „Blick“. „Er hat ein ganz wichtiges Tor geschossen“, lobte der erfahrene Hitzfeld. Bei den Münchnern nur Reservist, bei den Eidgenossen gesetzt, hatte der Angreifer kurz nach der Halbzeit eine Vorlage des Gladbachers Granit Xhaka versenkt. Erst wenige Minuten später wurde er mit lädiertem Oberschenkel ausgewechselt - ein Grund für Hitzfeld, ihm Nehmerqualitäten zu attestieren.

Auch dank des Premierentreffers von Außenverteidiger Michael Lang zum zwischenzeitlichen beruhigenden 2:0 kann sich die kleine Schweiz nun im kommenden Sommer mit den Größen des Welt-Fußballs messen. Zum dritten Mal in Serie - und zum zweiten Mal unter dem früheren Bundesliga-Trainer Hitzfeld. „Bereit für die große Reise“, konstatierte die „Neue Zürcher Zeitung“.

„Der Hunger auf die WM ist sehr groß“, gab Shaqiri die Stimmung wieder. „Man hat gesehen, dass wir eine tolle Mannschaft sind, und wir werden auch in Brasilien guten Fußball spielen und hoffentlich für Furore sorgen.“ Hitzfeld wiegelte jedoch erst einmal ab. Zunächst müsse man die Auslosung am 6. Dezember abwarten. „Was für Gegner haben wir? Haben wir eine Chance auf das Achtelfinale? Wir haben natürlich auch ein gewisses Ziel, aber das ist jetzt noch zu verfrüht“, meinte der frühere Bundesliga-Coach. In Südafrika 2010 war er mit der „Nati“ trotz des Auftakterfolges über Spanien in der Vorrunde gescheitert und hinter dem späteren Weltmeister sowie Chile geblieben. Die Qualifikation für die EURO 2012 hatten die Alpenkicker gar verpasst.

Hitzfelds Vertrag ist bis zum Sommer 2014 datiert. Nun wird der Schweizer Verband den Kontrakt mit dem erfolgreichen Nationaltrainer verlängern wollen. Der 64-Jährige äußerte sich in der WM-Euphorie nicht konkret über seine Zukunft. „Wir setzen uns wie abgemacht nach der Qualifikation zusammen. Dann wird man weitersehen“, sagte er.

dpa

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