Gewalt in der Ukraine

WM 2018: Seehofer stellt Russland infrage

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CSU-Chef Horst Seehofer hat Russland nach der eskalierenden Gewalt in der Ukraine als Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 infrage gestellt.

Berlin - CSU-Chef Horst Seehofer hat Russland nach der eskalierenden Gewalt in der Ukraine als Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 infrage gestellt.

„Bleibt Putin bei seiner bisherigen Linie, kann ich mir eine Fußball-WM in Russland nicht vorstellen“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Samstag welt.de.

Nach dem mutmaßlichen Abschuss des Passagierflugzeugs der Malaysia Airlines durch moskautreue Separatisten habe man gegenüber den Hinterbliebenen der fast 300 Opfer eine Verantwortung. „So lange Russland nicht zur Entspannung beiträgt, sind weltweite Sportveranstaltungen dort schwer denkbar“, sagte Seehofer.

Grünen-Chefin Simone Peter forderte, die Vergabe von großen Sportereignissen müsse geändert werden. Die Menschen- und Bürgerrechte müssten bei der Entscheidung mehr Gewicht bekommen, sagte sie auch im Hinblick auf die Fußball-WM 2022 in Katar.

Bereits vor einigen Tagen hatte der stellvertretende britische Premierminister Nick Clegg darauf gedrängt, die WM neu zu vergeben. In Deutschland hatte unter anderen der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion, Michael Fuchs, für eine Aberkennung der Gastgeberrolle Russlands plädiert. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier lehnte dies hingegen ab und kritisierte die Debatte über einen Boykott angesichts der Ukraine-Krise als nebensächlich.

Der Weltverband FIFA hat es bislang abgelehnt, eine Neuvergabe der WM zu prüfen. Das Turnier könne „eine positive Veränderung bewirken“, teilte die FIFA zuletzt mit.

dpa

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