Schweiz liefert FIFA-Funktionär an USA aus

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Die Schweiz hat einen FIFA-Funktionär an die USA ausgeliefert.

Bern - Es waren sieben auf einen Streich. Doch nur einer der in Zürich festgenommenen FIFA-Funktionäre stimmte seiner Auslieferung an die USA zu. Jetzt ist er in New York. Wird er aussagen?

Die FIFA-Ethikkommission fordert mehr Unabhängigkeit und will ihre Untersuchungen transparenter machen. Bis heute würde es der Ethik-Code des Fußball-Weltverbandes verbieten, „die Namen von Beschuldigten einer Untersuchung auf Anfrage hin zu nennen. Dies steht im Widerspruch zu staatlichen Strafverfahren in der Schweiz und in Europa, denen deutlich mehr Transparenz zu Teil wird“, erklärte der Vorsitzende der Untersuchungskammer der unabhängigen Ethikkommission der FIFA, Cornel Borbély, in einer am Donnerstag veröffentlichen Mitteilung. Die FIFA teilte prompt mit, dass sie die Initiative unterstützt.

„In der Abwägung zwischen Persönlichkeitsschutz und Offenlegung sollte der Transparenz künftig höheres Gewicht als bisher zukommen“, sagte der Nachfolger des zurückgetretenen Chefermittlers Michael Garcia. Die FIFA wird von einem Manipulations- und Korruptionsskandal erschüttert.

Hans-Joachim Eckert als Vorsitzender der rechtsprechenden Kammer fordert, dass die Ethikkommission die von ihr getroffenen Entscheidungen umgehend öffentlich begründen dürfe. „Dies sollte unabhängig von der Frage zulässig sein, ob der betroffene Fußball-Offizielle gegen den Entscheid Berufung einlegt oder nicht“, sagte der Deutsche. Im Falle von öffentlichen Fehlinformationen, so Eckert, müsse die Ethikkommission zudem das Recht auf Klarstellung haben.

Eckert und Borbély sind der Auffassung, dass eine größere Transparenz während der Untersuchungen auch „bei der Fahndung und Aufklärung von Verstößen hilft, da sie mögliche Hinweisgeber ermuntert, die Untersuchungen zu unterstützen“. Zudem wirke Transparenz ihrer Ansicht nach präventiv, da Nachahmungstäter ebenfalls mit Enttarnung zu rechnen haben.

„Der Antrag und die Vorschläge stehen in Einklang mit der laufenden Überarbeitung des FIFA-Ethikreglements, die die FIFA und die Ethikkommission 2013 eingeleitet haben. Die FIFA ist bestrebt, ihre Organisation zu verbessern, und wird ihre Unternehmensführung und Rechenschaft weiter stärken. Dies ist ein fortlaufender Prozess. Ziel ist, für die internationale Fußball-Gemeinschaft höchste Standards einzuführen“, hieß es von Seiten der FIFA.

dpa

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